Hamburg

Gedenktafel für Eberhard Möbius vor dem Michel verlegt

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Isabella Vértes-Schütter (l.), Alexander Röder und Vivian Hecker

Isabella Vértes-Schütter (l.), Alexander Röder und Vivian Hecker

Foto: Roland Magunia/Funke Foto Services

Engagierte Hamburger ehren ihren „Möbi“. Tafel erinnert an sein Lebenswerk als Schauspieler, Kabarettist und Regisseur.

Hamburg.  Es sind romantische Verse, die der im Juni im Alter von 94 Jahren verstorbene Künstler Eberhard Möbius dichtete. „Ach, so viele Gedanken fliegen durch das All …“ – sein als Elfjähriger geschriebenes Gedicht „Mondnacht“ steht jetzt auf der neuen Gedenktafel vor dem Hamburger Michel. Sie erinnert an sein Lebenswerk als Schauspieler, Kabarettist und Regisseur und wurde am Donnerstag neben den Michel-Tafeln für Helmut Schmidt und Jan Fedder in Anwesenheit der Intendantin des Ernst Deutsch Theaters, Isabella Vértes-Schütter, verlegt.

Damit ehren engagierte Hamburger ihren „Möbi“. Der Schauspieler prägte viele Jahre lang die vorweihnachtliche Veranstaltung „Märchen im Michel“ mit seiner Lesung. „Eine besondere Verbindung hatte er zu den Michel-Tafeln, auf denen er sich fünfmal mit Gedichten und Erinnerungen verewigte. Hier fühlte er sich seiner verstorbenen Frau Christa eng verbunden“, sagte Hauptpastor Alexander­ Röder.

Rund 150 Gäste kamen in die Hamburger Hauptkirche

Zu der feierlichen Zeremonie waren rund 150 Gäste in die Hamburger Hauptkirche gekommen, wo sie – entsprechend den Corona-Regeln – ausreichenden Hygieneabstand fanden. Neben der „Möbi“-Tafel wurden im 26. Jahr dieser Aktion weitere Gedenk­tafeln verlegt, sodass es jetzt insgesamt immerhin 204 sind.

Nachruf-Podcast zu Eberhard Möbius:

Mehr noch: Weil der Michel aufgrund der Pandemie wie andere Institutionen drastische Umsatzrückgänge verzeichnet, hatte die Hauptkirche im Frühjahr die Aktion „Rettungsringe“ gestartet. Bislang seien Spenden in einer Höhe von 300.000 Euro zusammengekommen, sagte Michael Kutz, Geschäftsführer der Stiftung St. Michaelis. Die Haspa unterstützt das Projekt und übergab jetzt einen Rettungsring der Yacht „Has­pa Hamburg“. „Unser Wahrzeichen, der Michel, funkt SOS. Wir möchten helfen, dass der Michel auch in dieser unruhigen See persönlich für die Menschen da sein kann“, sagte Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa.

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Für den Has­pa-Rettungsring werden mit dem Hamburgischen Verein „Seefahrt“ nun Spender gesucht. „Unser Ziel ist es, dass wir durch alle Spenden insgesamt 500.000 Euro bis zum Jahresende einnehmen“, sagt Michael Kutz.

( esh )

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