Hamburg

Söhne Hamburgs singen gegen die Abholzung an der S4

Die Söhne Hamburgs: Rolf Claussen (l.), Joja Wendt (M.) und Stefan Gwildis bei einem Weihnachtskonzert in der Barclaycard-Arena (Archivbild).

Die Söhne Hamburgs: Rolf Claussen (l.), Joja Wendt (M.) und Stefan Gwildis bei einem Weihnachtskonzert in der Barclaycard-Arena (Archivbild).

Foto: picture alliance

Benefizkonzert am Sonntag mit Stefan Gwildis soll auf drohende Abholzung von Bäumen wegen einer Bahn-Trasse hinweisen.

Hamburg. Die Söhne Hamburgs, die Bestager Boyband, hat an diesem Sonntag von 15 Uhr an in Wandsbek ein Benefizkonzert gegeben. Stefan Gwildis, Joja Wendt und Rolf Claussen werden nach Angaben des Vereins Lärm- und Umweltschutz Wandsbek und Marienthal öffentlich auftreten. Auch das zweite Konzert dieser Art findet auf einer Lichtung des Wandsbeker Gehölzes in der Nähe des S-Bahnhofs Wandsbek statt.

Der Protest richtet sich gegen das Abholzen von rund 200 Jahre alten Bäumen im Wandsbeker Gehölz. Stefan Gwildis sagte dazu am Sonntag dem Abendblatt: "Ich bin gemeinsam mit Rolf Claussen in den 1970er -Jahren als Schüler auf das Matthias-Claudius-Gymnasium gegangen. Wir kennen aus dieser Zeit das wunderbare Gehölz und lieben die alten Bäume. Oft haben wir Exkursionen dorthin gemacht - auch im Rahmen des Biologieunterrichts. " Der Baumbestand müsse erhalten werden, auch und gerade für unsere Enkelkinder, sagt der Hamburger Künstler.

Gwildis: Alternativen für Verlauf der Bahntrasse suchen

Das Konzert findet auf einer Lichtung des Wandsbeker Gehölzes in der Nähe des S-Bahnhofes Wandsbek statt. Mit dieser Aktion will der Verein auf die drohende Abholzung von Bäumen und die geplanten Baumaßnahmen auf der Bahn-Trasse hinweisen. Die Deutsche Bahn AG will die Strecke von Hamburg Richtung Bad Oldesloe für die S 4 und gleichzeitig für den internationalen Güterverkehr ausbauen.

Die Pläne zum S-4-Bau stoßen beim Verein und den Anwohnern keineswegs auf Kritik. Aber sie wehren sich gegen den geplanten pausenlosen Güterverkehr, sechs Meter hohe Lärmschutzwände, den Abriss des Bahnhofes und das Vorhaben, 120 teilweise 200 Jahre alte Bäume zu fällen.

Stefan Gwildis appelliert: "Wir sind nicht gegen die Bahntrasse. Aber es müssen Alternativen für den Verlauf geprüft werden, selbst wenn es mehr kostet."