Hamburg

Neue Radler-Brücke verbindet Hafencity mit Rothenburgsort

So soll die neue Brücke einmal aussehen.

So soll die neue Brücke einmal aussehen.

Foto: schlaich bergermann partner / gmp

Künftig kann man von Entenwerder in die Hafencity radeln. Was die Brücke für die beiden Stadtteile bedeutet.

Hamburg. Durch den neuen Stadteingang Elbbrücken werden die Hafencity und Rothenburgsort näher miteinander verknüpft. Symbolisch für diesen Schritt soll nun eine neue Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger zwischen den beiden Stadtteilen entstehen. Am Freitag wurden die Gewinner des Gestaltungswettbewerb präsentiert.

Die beiden Stadtteile Hafencity und Rothenburgsort liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Bisher ist es für die jeweiligen Bewohner allerdings mit einem großen Aufwand verbunden, auf die andere Seite zu kommen. Die Wasserflächen des Billhafens und des Oberhafenkanals trennen beide Stadtteile voneinander. Die neue Brücke verbindet nach Fertigstellung die grüne Halbinsel Entenwerder im südlichen Rothenburgsort und das Quartier Elbbrücken in der östlichen Hafencity.

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Der von der Billebogen Entwicklungsgesellschaft und Hafencity Hamburg GmbH ausgerufene Gestaltungswettbewerb ging an den Entwurf des Ingenieursbüro schlaich bergermann partner und die Hamburger Architekten Gerkan, Marg und Partner (gmp). „Die Brücke überwindet den Oberhafenkanal auf direktem Weg mit einer schwungvollen und dynamischen Geste und wird zu einem Bestandteil des Weges. Dies ermöglicht vor allem für Radfahrer eine flüssige und unkomplizierte Benutzung“, meint Sven Pielinger vom Stuttgarter Ingenieursbüro. Das schlichte Design ist bewusst gewählt und soll sich nicht aufdrängen. „Der Entwurf soll nicht in Konkurrenz zu den umliegenden, stadtbildprägenden Ingenieurbauwerken und der Schilfrohrlandschaft der beiden Ufer treten“, so Pielinger.

Die Brücke erleichtert künftig den Zugang zur U- und S-Bahnstation Elbbrücken für Bewohner des südlichen Teils von Rothenburgsort. Zusätzlich ist die Brücke ein Teil des Elbradwegs und der beliebten Fahrradstrecke zwischen der Hamburger Innenstadt und den Vier- und Marschlanden. Für Martin Bill von der Verkehrsbehörde ist die Brücke daher ein „wichtiges Puzzlestück für die Mobilitätswende in Hamburg“. Bill weiter: „Der Umweltverbund aus ÖPNV sowie Rad- und Fußverkehr muss weiter gestärkt und zunehmend vernetzt gedacht werden.“

Zwei weitere Brücken sind geplant

Der Baubeginn ist für 2022 vorgesehen. Für die Zukunft sind bereits zwei weitere Brücken sowie ein Tunnel für Fußgänger und Radfahrer zwischen den beiden Stadtteilen geplant. Diese sollen sich nahtlos in das nachhaltige Mobilitätskonzept einfügen.

Die Brücke ist Teil des Bauprojektes Billebogen. In dem gewerblichen Gebiet von Rothenburgsort soll ein neuer Stadteingang über die Elbbrücken entstehen. Im Rahmen der 2. Stadtwerkstatt zum Stadteingang Elbbrücken wird der Rahmenplan für die Gestaltung des Billebogens am heutigen Freitag interessierten Bürgern an der S-Bahn-Station Veddel vorgestellt. Bis Anfang November ist es möglich, den Rahmenplanentwurf unter www.billebogen.de einzusehen.