Corona-Krise

Senats-Ansage an Herbsturlauber mit schulpflichtigen Kindern

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Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

Foto: Mark Sandten

Neue Quarantäne-Regelung: Hamburgs Sozialsenatorin Leonhard weist Reisende eindringlich auf die dynamische Situation hin.

Hamburg.  Drastische Warnung vor den Herbstferien: Der Senat appelliert an Hamburger, wegen der Corona-Gefahr möglichst auf Auslandsreisen zu verzichten. „Insbesondere von Reisen in Risikogebiete raten wir dringend ab“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Donnerstag. Wer sich dennoch zu einem Urlaub im Ausland entschließe, solle nur in der ersten Ferienwoche verreisen. Man müsse davon ausgehen, dass nach der Rückkehr eine einwöchige Quarantäne verpflichtend sein werde.

Der Hintergrund: Die Bundesregierung plant aktuell, die Testregelung für Reiserückkehrer anzupassen. Demnach muss sogar mit einer 14-tägigen Quarantäne nach der Einreise in Deutschland gerechnet werden. Die Quarantäne wird zwar aufgehoben, sobald ein negativer Corona-Test vorliegt – dieser soll nach den neuen Regeln jedoch frühestens fünf Tage nach der Rückkehr gemacht werden dürfen. Auch der Hamburger Senat hatte auf einen späteren Zeitpunkt der Tests gedrängt, um Infektionen bei Reiserückkehrern besser zu erkennen.

Senatorin Leonhard weist eindringlich auf die dynamische Situation hin

Die neue Zeitspanne müsse „bei der Planung bereits berücksichtigt werden“, heißt es nun – insbesondere von Eltern, deren Kinder nach den Ferien wieder zur Schule müssen. „Wir würden alle gern dem Corona-Alltag wenigstens zeitweise entkommen“, sagte Melanie Leonhard. So ärgerlich es sei, gebiete die aktuelle Lage aber möglichst einen Verzicht.

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Nach gestiegenen Fallzahlen wurden aktuell neben ganz Belgien auch Island und Regionen in neun weiteren europäischen Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Entscheidend für die Quarantänepflicht ist, dass das Reiseland bei der Rückkehr bereits als Risikogebiet ausgewiesen ist.

Senatorin Leonhard wies eindringlich auf die dynamische Situation hin. „Es kann sein, dass zum Zeitpunkt der Rückkehr andere Regelungen als bei der Abreise gelten. Wer unterwegs ist, muss sich daher kontinuierlich informieren.“


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