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Corona: Hamburgs Gesundheitsämter rüsten personell stark auf

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Ein Gesundheitsamt in Hamburg: Die Corona-Pandemie beschäftigt derzeit Hunderte Mitarbeiter.

Ein Gesundheitsamt in Hamburg: Die Corona-Pandemie beschäftigt derzeit Hunderte Mitarbeiter.

Foto: imago/wolterfoto

Was heute in Hamburg wichtig war: Corona-Dynamik ungebrochen. Kitas wegen Streiks geschlossen. Zwei Segler sterben in der Nordsee.

Hamburg. Die Corona-Dynamik in der Hansestadt ist leider ungebrochen: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist am Montag um weitere 60 gestiegen – vor dem Hintergrund des Wochenendes eine relativ hohe Zahl: Mit 28,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50 der sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz. Wenn er überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen.

Die Gesundheitsämter haben wegen Corona personell stark aufgerüstet. Allein für die Kontaktnachverfolgung von Infizierten stehen aktuell 260 Vollzeitstellen zur Verfügung, die tatsächliche Zahl der Mitarbeiter ist sogar noch höher, wie ein Sprecher der Sozialbehörde sagte. "Etwa die Hälfte von ihnen sind kurzfristig angeworbene oder zu diesem Zweck zeitweise versetzte Kräfte." Zusätzliche 50 Kräfte erledigen Aufgaben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die neben der Kontaktnachverfolgung anfallen.

Tarifstreit – Kitas in Hamburg geschlossen

Eltern kennen es schon: Wenn Kindertagesstätten schließen, muss es Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst geben. Am Montag blieben 20 der 189 Elbkinder-Kitas geschlossen. Zudem mussten von rund 23.000 Kindern fast 8000 am Montag in die Notbetreuung. Rund 1900 der 5600 pädagogischen Elbkinder-Mitarbeiter legten die Arbeit im Rahmen des Warnstreiks nieder. Auch die Hamburger Kliniken bekamen den Warnstreik zu spüren: So wurden im UKE einige nicht dringende Operationen sowie ambulante Termine verschoben.

Zwei Segler, die von der Insel Neuwerk ans Festland segeln wollten, sind auf der Nordsee bei starkem Wind gekentert und ums Leben gekommen. Das etwa sieben Meter lange Segelboot wurde von der Besatzung einer Jacht kieloben treibend entdeckt und war offenbar am Sonnabend oder Sonntag zweieinhalb Seemeilen nordwestlich von Nordholz gekentert. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger heute mitteilte, wurden die Retter gegen 10.30 Uhr am Sonntag alarmiert. Sie entdeckten einen der Männer am Sonntagmittag unter dem Segelboot, der andere trieb tot im Wasser.

Podcast Hamburg-News:

Der Linken-Abgeordnete Fabio de Masi ist einer der schärfsten Kritiker von Finanzminister Olaf Scholz und der Cum-Ex-Geschäfte. Im Gespräch mit dem Abendblatt zeigt er sich kämpferisch: "Es ist doch nicht meine Schuld, wenn Olaf Scholz sein Amtszimmer für einen Cum-Ex-Bankier öffnet und ihn dies Stimmen kostet. Ich glaube nicht, dass wir andere Mehrheiten in Deutschland erreichen, wenn ich bei Cum-Ex beide Augen zudrücke“, sagt der Politiker. "Ich habe übrigens nichts persönlich gegen Herrn Scholz, ich mag seine Art. Aber wer bei mir Opposition bestellt, bekommt sie auch."

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