Post aus dem Weißen Haus

Wie Donald Trump eine Hamburgerin beschenkte

US-Präsident Donald Trump: Ein Corona-Scheck aus dem Weißen Haus ging auch an eine Hamburgerin.

US-Präsident Donald Trump: Ein Corona-Scheck aus dem Weißen Haus ging auch an eine Hamburgerin.

Foto: picture alliance

Eine Frau hat eine überraschende Nachricht des US-Präsidenten im Briefkasten. Wie die Empfängerin darauf reagierte.

Hamburg. Eine Hamburgerin fand kürzlich einen seltsamen Brief in ihrer Post. Abgestempelt am 31. Juli, abgeschickt vom Weißen Haus. Das Schreiben las sich noch seltsamer: „Unser großartiges Land erlebt durch die weltweite Corona-Pandemie eine beispiellose Herausforderung für die nationale Gesundheit und die Wirtschaft. Unsere erste Priorität ist Ihre Gesundheit und Sicherheit“, schrieb Donald Trump da an seine Landsleute.

„So wie wir einen totalen Krieg gegen den unsichtbaren Feind führen, arbeiten wir rund um die Uhr dafür, hart arbeitende Amerikaner wie Sie vor den Folgen des ökonomischen Shutdowns zu schützen.“ Der Präsident belässt es nicht bei warmen Worten, ein Scheck über 1200 Euro liegt freundlicherweise gleich anbei.

Offenbar bekommen aber nicht nur „hart arbeitende Amerikaner“ das Geld, sondern auch Deutsche. Auch eine Hamburgerin wurde bedacht – sie fand nach Ihrem Urlaub Anfang September das Schreiben samt Scheck im Briefkasten. „Ich habe das zuerst für einen Scherz gehalten“, erzählt sie dem Abendblatt.

Trump-Schecks: Viele Schreiben gingen ins Ausland

Mehrere Jahre war sie mit einem Amerikaner verheiratet und bezieht deshalb eine kleine US-Rente „Offenbar gelte ich wegen dieser niedrigen Rente als schwer bedürftig.“ Den Scheck über umgerechnet 971 Euro hat sie sich bereits auszahlen lassen. Allerdings wird sie den überraschenden Geldsegen in Deutschland versteuern müssen. „So hat der deutsche Staat auch noch was davon.“

Beim Versand der Schecks hat es viele Probleme gegeben – viele Schreiben gingen ins Ausland. Zudem musste die US-Regierung zugeben, dass Schecks versehentlich auch an mehr als eine Million Tote verschickt worden sind. Vorgesehen waren die Corona-Hilfen eigentlich für alle US-Bürger mit einem Jahresgehalt unter 75.000 Dollar.

„Ich habe eine stinkreiche Freundin in Texas, die hat den Scheck auch bekommen“, erzählt die Hamburgerin, die ihren Namen nicht in den Medien lesen möchte. Trump sieht sie weiterhin kritisch: „So billig bin ich nicht zu haben“, lacht sie. Und verweist auf das Schreiben, das in Englisch und Spanisch verfasst ist. „Ausgerechnet der Präsident, der gegen Migranten und Flüchtlinge hetzt, will nun die Stimmen der Hispanics.“