E-Bikes und Smart-Schlösser

Das sind die neuesten Trends für Hamburgs Fahrradfahrer

Ein elektrisches Mountainbike: das „AllMtn 6“ von Haibike.

Ein elektrisches Mountainbike: das „AllMtn 6“ von Haibike.

Foto: Julian Schmelmer

Während der Corona-Pandemie haben viele das Radeln wieder für sich entdeckt. In Hamburg wurden nun ein paar Neuheiten vorgestellt.

Hamburg.  Wohin geht der Trend beim Fahrradfahren? Eine Antwort auf diese Frage lieferte der diesjährige Hamburger Fahrradsommer vor dem Museum für Hamburgische Geschichte. Gunnar Fehlau und seine Kollegen vom Pressedienst Fahrrad stellten neben neuen Modellen auch technische Spielereien und neues Zubehör vor.

Während der Corona-Pandemie haben viele das Fahrrad wieder für sich entdeckt. Laut einer repräsentativen Umfrage von YouGov nutzen 18 Prozent der Deutschen nun häufiger das Fahrrad. Und die Kunden rüsten auf. Wegen der gestiegenen Nachfrage sind Wartezeiten bei Bestellungen von E-Bikes keine Seltenheit mehr. Grund genug, um die Neuheiten und Trends näher unter die Lupe zu nehmen.

E-Mobilität stand im Vordergrund

Bei der Präsentation am Dienstag stand vor allem die E-Mobilität im Vordergrund. Fehlau möchte bei diesem Thema nicht nur auf erfahrene Radsportler setzen, sondern auch auf „Menschen mit Berührungsängsten“ zugehen: „Jeder, der zu Hause einen Föhn besitzt oder in einen Aufzug steigt, benutzt Elektromotoren im Alltag. Warum dann nicht beim Fahrrad?“ Sowohl Mountainbikes als auch Lastentransporter mit elektrischem Antrieb wurden vorgestellt.

Aber auch für das Hamburger Flachland gibt es eine geeignete Variante. Für einen längeren Arbeitsweg in die Innenstadt sollte man sich laut dem Fahrradexperten beispielsweise das sportliche Stadt-Pedelec „Roadster“ der Marke Riese & Müller einmal genauer ansehen.

Beim Thema Sicherheit hat sich einiges getan

Wer sein E-Bike in der U-Bahn mitnehmen will oder das Fahrrad jeden Tag in den dritten Stock schleppen muss, sollte besser auf das E-Faltrad der Londoner Marke Brompton setzen. Für den Komfort müssen Interessierte allerdings tief in die Tasche greifen. Während das elektrische Klapprad 3150 Euro kostet, liegt der „Roadster“ bei 3700 Euro.

Auch beim Thema Sicherheit hat sich einiges getan. Der Trend heißt auch hier „Smartifizierung“. Vom kommenden Jahr an bietet Abus beispielsweise ein smartes Fahrradschloss an. Das „Bordo 6500A SmartX“ lässt sich ausschließlich per App oder Fernbedienung öffnen. Im Falle eines versuchten Diebstahls ertönt ein 100 Dezibel lauter Alarmton. Radfahrer können sich zudem auf das bisher kleinste vollwertige Rücklicht, eine digitale Luftdruckkontrolle und besonders robuste Fahrradhelme freuen.

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Damit noch mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen, hofft Gunnar Fehlau aber nicht auf neue Technologien, sondern auf die Politik: „Für jeden Bedarf gibt es bereits das richtige Fahrrad. Nun liegt es daran, politischen Druck auszuüben. Je mehr Leute aufs Rad steigen, desto schneller werden sich auch die Rahmenbedingungen verändern.“ Der diesjährige Fahrradsommer erweckt den Eindruck: An fehlender Technik wird die Mobilitätswende nicht scheitern.