Wirtschaftsbehörde

Warnung vor nicht bestellten Päckchen mit Pflanzensamen

Derzeit bekomme Menschen weltweit Päckchen mit Pflanzensamen zugeschickt. (Symbolbild)

Derzeit bekomme Menschen weltweit Päckchen mit Pflanzensamen zugeschickt. (Symbolbild)

Foto: picture alliance

Die Welle der mysteriösen Saatgutsendungen schwappte von der USA auf Europa über. Steckt eine Betrugsmasche dahinter?

Hamburg.  Die Hamburger Wirtschaftsbehörde warnt vor Päckchen mit Pflanzensamen, die derzeit Menschen weltweit zugeschickt bekommen, obwohl sie sie nicht bestellt haben. Der konkrete Absender ist unbekannt.

Die Welle der mysteriösen Saatgutsendungen schwappte von der USA auf Europa über. Eine Abfrage des Julius-Kühn-Instituts in den für Pflanzengesundheit zuständigen Behörden der Bundesländer hat ergeben, dass auch Bürgerinnen und Bürger in Deutschland bereits solche Päckchen erhalten haben, möglicherweise auch in Hamburg.

Samen möglichst im Hausmüll entsorgen

Unklar ist, um welche Pflanzensamen es sich handelt. So könnten darunter nicht heimische invasive Pflanzenarten beziehungsweise Unkräuter sein. Selbst wenn dies nicht der Fall sei, könnten sich am und im Saatgut Krankheitserreger befinden wie Pilze, Bakterien oder Viren, die in Europa als Quarantäneschadorganismen eingestuft sind und deren Einschleppung unbedingt verhindert werden soll.

Die Dunkelziffer dürfte hoch sein, denn nicht jeder schalte die Behörden ein. Es wird vermutet, dass es sich bei den genannten Fällen um eine Betrugsmasche handelt, durch die Verkäufer die Anzahl ihrer Verkäufe, gekoppelt mit falschen Kundenbewertungen, erhöhen wollen.

Das Julius-Kühn-Institut rät, die Samen möglichst im Hausmüll zu entsorgen, aber nicht über den Kompost oder die Biotonne. Weitere Infos unter www.pflanzengesundheit.julius-kuehn.de