Aldi-Standort

Groß Flottbeker Wochenmarkt kann nun doch bleiben

Der Wochenmarkt Groß Flottbek soll an seinem bisherigen Standort bestehen bleiben (Archiv).

Der Wochenmarkt Groß Flottbek soll an seinem bisherigen Standort bestehen bleiben (Archiv).

Foto: Andreas Laible / HA

Projektentwickler PEG Hamburg verzichtet auf den geplanten fünfgeschossigen Wohnungsbau. Der Widerstand im Quartier war zu groß.

Hamburg. Der Groß Flottbeker Wochenmarkt bleibt an seinem Standort. Wie der Projektentwickler PEG Hamburg mitteilte, werde „das Unternehmen die Überlegungen zum Bau von bezahlbarem Wohnraum am Flottbeker Markt nicht weiter verfolgen“.

Wie das Abendblatt berichtete, wollte der Projektentwickler den Wochenmarkt auf ein nicht mehr genutztes Regenrückhaltebecken in unmittelbarer Nachbarschaft verlegen, um auf dort dann eine drei- bis fünfgeschossige Bebauung mit Mietwohnungen zu schaffen. Der benachbarte „Aldi“-Supermarkt sollte mit erweiterter Fläche ins Erdgeschoss ziehen.

Projektentwickler wollte Markt-Infrastruktur verbessern

Gegen diese Pläne gab es massiven Widerstand im Quartier, unterstützt von Politikern der Bezirksversammlung Altona. Die Initiative „Rettet den Flottbeker Markt“ hatte auch auf einer eigenen Website gegen die Planung mobil gemacht. Für sie ist das Rückhaltebecken ein schützenswertes Biotop, das nicht angerührt werden dürfe.

Die PEG hatte argumentiert, dass man im Zuge der vom Senat postulierten Magistralenbebauung neue Wohnungen schaffe und gleichzeitig die angespannte Verkehrssituation vor Ort zu entzerre. Auch die Infrastruktur für die Markthändler zu verbessern.

PEG: "Akzeptanz nicht hinreichend vorhanden"

Jetzt heißt es in der Mitteilung der PEG: „Die Akzeptanz für die erforderliche Verlegung des Wochenmarkts scheint derzeit nicht hinreichend vorhanden. Eine Standortveränderung wäre die zwingende Voraussetzung für möglichen Wohnungsbau auf dem heutigen Marktplatz an der Osdorfer Landstraße.“

Nur mit der Aussicht auf Bewilligung eines geeigneten neuen Standorts für den Wochenmarkt „wären weitere Bemühungen sinnhaft, um die Planungsidee aus der bisherigen Sondierungsphase in ein mehrjähriges Bebauungsplanverfahren zu führen“. Aus Sicht der PEG „scheint die Bereitschaft dazu scheint leider nicht hinreichend gegeben“.

Jörg Sadrozinski von der Initiative „Rettet den Flottbeker Markt“ freut sich über die Entscheidung: „Unser Einsatz hat sich gelohnt.“ Aus seiner Sicht sollte man das „Rückhaltebecken langfristig als Naturdenkmal unter Schutz zu stellen“. Zumal dann keine Ausweichfläche für eine Verlegung mehr zur Verfügung stehen würde. Der Markt zähle zu den schönsten Märkten in Hamburg.