Solidarität

Regenbogen überall: So zeigt Hamburg zur Pride Week Flagge

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Am Montag wurde zum Auftakt der Pride Week eine Regenbogenflagge am Hamburger Rathaus gehisst.

Am Montag wurde zum Auftakt der Pride Week eine Regenbogenflagge am Hamburger Rathaus gehisst.

Foto: picture alliance/dpa

Krankenhäuser, Behörden oder Fußballvereine hissen im Stadtgebiet Regenbogenflaggen – eine Stadtkarte verzeichnet sie.

Hamburg. So viele Regenbogen waren in Hamburg zuletzt im April und Mai zu sehen, als Kinder in der Zeit ohne Kindergarten und Schule Regenbogen malten und diese an ihre Fenster hängten. Nun ist in Hamburg Pride Week, zwar wegen Corona nur eingeschränkt, aber die Hamburger sowie Unternehmen, Initiativen und öffentliche Einrichtungen hissen im gesamten Stadtgebiet aus Solidarität Regenbogenflaggen.

Pride Week: Regenbogen-Bus fährt durch Hamburg

Den Anfang der "Regenbogenisierung" in diesem Jahr machte vermutlich die Hochbahn. Vor zwei Wochen stellte sie den neuen Hochbahn-Bus in Regenbogenfarben vor. Dieser ist in der Innenstadt unterwegs und soll ein Zeichen für Offenheit und Vielfalt setzen soll, so die Hochbahn auf Twitter.

Am Rathaus hissten Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne), Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Carola Veit (SPD), die Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft, die Regenbogenflagge am Montag zum Start der Pride Week.

Hamburger Bezirksämter zeigen ihre Pride-Week-Flaggen

Auch vor den Hamburger Bezirksämtern wurde es in den vergangenen Tagen bunt: Die Bezirksämter Harburg und Hamburg-Nord teilten ihre Regenbogenflaggen auf Instagram. Das Bezirksamt Wandsbek veröffentlichte gleich mehrere Flaggen-Fotos auf Twitter und das Bezirksamt Eimsbüttel färbte seinen Twitter-Profil-Hintergrund bunt.

Neben den Bezirksämtern zeigen auch die Hamburger Behörden öffentlich Flagge. Die Wissenschaftsbehörde plakatiert die Hamburger Meile und die Schulbehörde hing am Montag nach eigenen Angaben "Hamburgs höchste Regenbogenfahne" auf.

Feuerwehr Hamburg zeigt echte Regenbogen auf Twitter

Die vermutlich aufwändigsten Regenbogen erstellte die Feuerwehr Hamburg. "Wir sind #AlwaysProud. Zu Lande, zu Wasser und mit Regenbogen in der Luft", schreibt sie dazu auf Twitter und zeigt zwei Fotos, auf denen zwei Regenbogen durch die Lichtbrechung des Sonnenlichts auf einem sowie mehreren Wasserstrahlen entstanden sind.

Die Polizei wies im Zuge der Pride Week 2020 auf ihre Ansprechperson für LSBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle) hin und ergänzte, ähnlich wie viele andere Institutionen und Unternehmen zurzeit, das Profilbild auf Social Media mit Regenbogenfarben.

Hamburger Flughafen zeigt Regenbogendach zur Pride Week

Der Hamburg Airport überraschte auf Twitter mit dem Foto eines bunten Flughafendachs. "Auch in diesem Jahr solidarisieren wir uns wieder öffentlich mit der LGBTQI+ Community und zeigen Flagge", schreibt das Social-Media-Team dazu. Das Dach sei jedoch nur mit Photoshop eingefärbt, eine echte Flagge werde vielleicht im Laufe der Woche noch vor dem Flughafen aufgehängt, heißt es in einem Kommentar.

Die Hamburger Krankenhäuser haben ebenfalls bunte Flaggen aufgehängt. Das UKE schreibt zum Foto auf Instagram: "Auch wenn sie einen CSD nicht ersetzen kann, möchten wir damit zum Ausdruck bringen: Bei uns wird Vielfalt bunt geschrieben!" Auch das BG Klinikum in Lohbrügge und die Asklepios Klinik Nord posteten ein Foto ihrer Flaggen.

Hamburger Fußballvereine hissen die Regenbogenflaggen

Mit "40 Jahre CSD Hambuurg – Keep fighting. Together!: Flagge zeigen mit FC St. Pauli Pride!" äußerte sich auch der FC St. Pauli zur Pride Week und veröffentlichte am Dienstag auf Instagram eine St.-Pauli-Flagge im Regenbogen-Look.

Am und im Volksparkstadion hängen gleich mehrere Regenbogenflaggen. Sie wurden auf Instagram von HSV-Maskottchen Dino Herrmann präsentiert.

Neben den Krankenhäusern, den Fußballvereinen und den öffentlichen Einrichtungen schmücken in diesem Jahr auch viele große und kleine Hamburger Unternehmen ihre Räumlichleiten und Gebäude mit Regenbogenflaggen.

Masken, Socken und Fähnchen für die Hamburger Pride Week

Die Techniker Krankenkasse etwa überrascht mit einem ganzen Set an Regenbogen-Equipment: Regenschirm, Masken, Fähnchen, Flaggen und eine eigene Initiative zeigt das Team auf Twitter. Ebenso wie die Otto Group, deren Mitarbeiter sich mit bunten Masken, einer Regenbogenflagge und Socken im gleichen Look präsentieren.

Aber auch Hotels wie das Hotel du Nord an der Alster oder Apotheken haben in den vergangenen Tagen Regenbogenflaggen aufgehängt.

Natürlich zeigt auch die Hamburger Kultur ihre Solidarität mit der LSBTI-Community: Regenbogenflaggen sind etwa bei der Elbphilharmonie, dem Museum für Hamburgische Geschichte oder auf dem Twitter-Account des Rowohlt Verlags zu sehen.

Die Organisatoren der Hamburger Pride Week motivieren darüber hinaus auch die Hamburger Haushalte, Regenbogenflaggen an Balkone oder aus Fenstern zu hängen. Eine Regenbogenflaggen-Karte des Veranstalters zeigt darüber hinaus alle Orte, an denen bisher bunte Flaggen gesichtet worden sind.

Die Veranstaltungen rund um die Hamburger Pride Week finden Sie hier.

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