Regen und Wind

Aprilwetter im Juli – Hamburg leidet unter Jetstream-Delle

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Das Wetter in Hamburg bleibt auch in den kommenden Tagen schau(e)rig (Archivbild).

Das Wetter in Hamburg bleibt auch in den kommenden Tagen schau(e)rig (Archivbild).

Foto: dpa

Eine Delle des Starkwindbands liegt derzeit über Mitteleuropa. Ein Meteorologe erklärt, welche Auswirkungen das auf unser Wetter hat.

Hamburg. Das Wetter in Hamburg haben wir uns in diesem Sommer definitiv anders vorgestellt: Momentan erinnert es eher an April als an einen sommerlichen Juli.

Ohne Regenschirm im Gepäck sollte derzeit besser niemand das Haus verlassen. Statt Sonne satt gibt es seit Beginn der Ferien derzeit beim Blick aus dem Fenster meist nur dichte graue Wolken, Wind und immer wieder Regen zu sehen.

Und auch die kommenden Tage versprechen keine Besserung: "Es geht stürmisch und grau weiter mit dem Wetter in Hamburg", sagt Meteorologe Dominic Jung von wetter.net. Heute sieht es mit 17 Grad und Regen ähnlich trüb aus wie in den vergangenen Tagen.

Wetter in Hamburg: Es kann noch Wochen so weitergehen

"Erst am Donnerstag kann es ein bisschen freundlicher werden, dann wechseln sich Sonne und Wolken ab und es bleibt bei 20 Grad meist trocken", so Jung.

Am kommenden Wochenende soll das Wetter in Hamburg ähnlich durchwachsen ausfallen, bei Temperaturen um 18/19 Grad. Den Regenschirm sollten die Hanseaten bei Aktionen an der frischen Luft jedoch besser nicht zu Hause vergessen, denn "es kann immer wieder zu schauerartigen Regenfällen kommen", warnt der Meteorologe.

Delle im Jetstream verursacht das herbstliche Wetter

Grund für die eher herbstliche Wetterlage ist der Jetstream, ein Starkwindband, das sich einmal um den ganzen Globus zieht und derzeit eine Delle hat, die genau über Mitteleuropa liegt. "In diese Delle strömt aus Nordwesten die kalte Luft", erklärt Jung.

Wann sich das Wetter wieder ändert, bleibt abzuwarten, eine Schönwetterphase ist derzeit jedenfalls noch nicht in Sicht: "Wenn wir Pech haben, geht das jetzt noch Wochen so wechselhaft weiter." Darüber hinaus bleibe es windig.

Wetter-Definitionen für Wind und Sturm

  • Starker Wind (Äste schwanken, Regenschirme sind nur schwer zu halten): 40 bis 45 km/h
  • Stürmischer Wind (Zweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien): 65 bis 70 km/h
  • Sturm (Äste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern): 75 bis 85 km/h
  • Schwerer Sturm (Wind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern): 90 bis 100 km/h
  • Orkanartiger Sturm (Wind entwurzelt Bäume, verbreitet Sturmschäden): 105 bis 115 km/h

Und zu guter Letzt gibt es trotz des kühlen und nassen Wetters auch für Allergiker keine Entspannung: "Die Pollen fliegen trotzdem, wenn auch nicht so heftig wie an warmen Tagen", sagt Meteorologe Jung.

( maj )

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