Hirnforschung

UKE-Wissenschaftler machen aktive Synapsen sichtbar

Die Informationen im Gehirn werden über die Synapsen weitergeleitet, also über die Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Nervenzellen (Symbolbild).

Die Informationen im Gehirn werden über die Synapsen weitergeleitet, also über die Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Nervenzellen (Symbolbild).

Foto: picture alliance/All Canada Photos

Mithilfe der neuen Methode können Forscher jetzt besser verstehen, wie die Verarbeitung von Informationen im Gehirn funktioniert.

Hamburg. UKE-Forscher habe eine Methode entwickelt, die neue Einblicke in die Arbeit des Gehirns ermöglicht. Mit dem genetischen Werkzeug können sie jetzt aktive Synapsen im Gehirn mit einem winzigen, grün fluoreszierenden Punkt markieren.

Außerdem können sie bei dieser neuen Methode auch die aktiven Synapsen durch einen Lichtpuls auf Rot „umschalten", sodass das Aktivitätsmuster für etwa eine Stunde konserviert wird. In dieser Zeit konnten die Forscher mit speziellen Laser-Scanning-Mikroskopen eine dreidimensionale Karte der ruhigen und der aktiven Synapsen erstellen

„Die neue optogenetische Methode, die SynTagMA getauft wurde, erweitert unser Verständnis der Informationsverarbeitung im Gehirn“, sagt Prof. Dr. Thomas Oertner, Direktor des Instituts für Synaptische Physiologie des UKE-Zentrums für Molekulare Neurobiologie Hamburg.

Aktivitätsmuster bilden Grundlage des Denkens

Lernen und Gedächtnis beruhen auf der Veränderung von Synapsen im Gehirn. Diese Verbindungen zwischen den Nervenzellen sind nur einen Tausendstelmillimeter groß, dicht an dicht gepackt und oft nur für wenige Millisekunden aktiv. Die sich stetig ändernden synaptischen Aktivitätsmuster bilden die Grundlage des menschlichen Denkens, konnten aber bisher noch nicht direkt beobachtet werden.

Ihre Studie haben die UKE-Forschenden im Fachmagazin "Nature Communications" veröffentlicht.

( cw )

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