Hamburg

Unfall am Uhunest erlaubt seltenen Blick auf Jungvögel

Diese Uhu-Küken wurden im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook entdeckt. Der Uhu ist die weltweit größte Eulenart. Ihr Bestand ist zwar nicht mehr gefährdet, sie steht aber trotzdem unter strengem Artenschutz.

Diese Uhu-Küken wurden im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook entdeckt. Der Uhu ist die weltweit größte Eulenart. Ihr Bestand ist zwar nicht mehr gefährdet, sie steht aber trotzdem unter strengem Artenschutz.

Foto: Umweltbehörde Hamburg

Eines der vier Jungen war aus dem Horst gefallen. Das Uhu-Paar brütet seit 2012 in einer Eiche im Duvenstedter Brook.

Hamburg.  „Juhu, ein Uhu!“ – oder besser noch: ein ganzes Uhu-Nest. In der Umweltbehörde freut man sich dieser Tage, dass das Uhupaar, das bereits seit 2012 in einer alten Eiche nahe dem Nabu-Infohaus im Duvenstedter Brook brütet, auch in diesem Jahr wieder Jungvögel bekommen hat. Die vier Nachkommen waren Anfang April zum ersten Mal gesichtet wurden. Bis Mitte Mai werden die Jungvögel das Nest voraussichtlich verlassen und sich ins Unterholz zurückziehen, heißt es aus der Behörde von Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne).

Bei der letzten Erhebung 2018 habe der Bestand an Uhus in Hamburg bei „14 eindeutigen Exemplaren“ gelegen. „Weil eines der Uhujungen aus dem Horst gefallen war, musste unser Naturschutz-Ranger jetzt zusammen mit einem Falkner den kleinen graugefiederten Junguhu zurückbringen und bekam so einen seltenen Einblick aus nächster Nähe in den Horst der Uhu-Familie – auch durch die Kameralinse“, sagt Behördensprecher Jan Dube. „Aber bitte nicht nachmachen! Fotos der Uhus dürfen nur mit ausreichend Abstand aufgenommen werden, da die Brut sonst gestört und gefährdet wird.“

( jmw )

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