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Corona: In Eimsbüttel bringt ein Roboter die Lebensmittel

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Corona in Hamburg: Ein Lieferroboter mit Lebensmitteln fährt durch die Straßen.

Corona in Hamburg: Ein Lieferroboter mit Lebensmitteln fährt durch die Straßen.

Foto: dpa

Der Lieferroboter transportiert Obst, Milch, Sushi, Pizza und vieles mehr. Das Angebot könnte es bald in ganz Hamburg geben.

Hamburg. Er fährt selbstständig über die Gehwege von Hamburg-Eimsbüttel und wird von den Passanten bestaunt: Der kleine sechsrädrige Lieferroboter der Firma Starship bringt Lebensmittel von Händlern oder Gastronomen zu Kunden. Gerade in Coronazeiten eine sinnvolle Alternative, anstatt selbst unter Atemschutzmaske und langwierigem Schlangestehen den Einkauf zu erledigen, finden die Macher.

Das dreiachsige Vehikel kann zehn Kilo befördern und ist maximal sechs Kilometer pro Stunde schnell. Passanten werden von dem Gefährt nicht angerempelt. "Unsere Roboter sind mit Sensoren und Kameras ausgerüstet, haben GPS und Radar an Bord", sagte Einsatzkoordinator Jan Werum. Die Hinterachse ist flexibel, kann sogar 15 Zentimeter hohe Bordsteine erklimmen.

Roboter liefert in Eimsbüttel Obst, Pizza, Sushi und Co

Der kleine Roboter war in Hamburg schon vor einigen Jahren zu sehen gewesen, aber damals immer begleitet von einem Aufpasser. Erst ab 2019 darf er frei fahren. In Großbritannien seien die Fahrzeuge ein Renner, sagt Werum. Weltweit seien es inzwischen Tausende.

"Wir fahren alles aus: Obst, Gemüse, Pizza, Sushi – was gewünscht wird." Bestellt wird über eine App auf Handy oder Tablet. "Heute hat mir Milch gefehlt. Ich dachte, ich probiere das mal aus", sagte Kundin Leonie Gehrckens. "Wenn man gerade zu Hause im Homeoffice arbeiten muss, ist es eine gute Sache."

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In Eimsbüttel sind die 35 Kilo schweren Roboter erst seit drei Tagen wieder im Einsatz. Werum: "Wenn es gut läuft, wollen wir das auf die ganze Stadt ausweiten." Das größte Einsatzgebiet waren bislang Firmen, wo auf dem Gelände Werkzeuge oder Ersatzteile von einer Stelle zur nächsten transportiert werden.

Langfinger haben übrigens kaum Chancen. Die gelieferten Waren sind verschlossen im Bauch des Roboters. Kameras erfassen den Dieb, eine Alarmanlage ertönt, die Zentrale wird benachrichtigt. Dort kann die Steuerung des Roboters übernommen werden.

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( dpa )