Abendblatt-Aktion

Essen gehen in Hamburg geht auch anders

Thomas Sampl bietet in seiner Hobenköök im Oberhafenquartier Mittagsgerichte wie Pasta mit Kohlpesto und Rindergulasch mit Romanesco an.

Thomas Sampl bietet in seiner Hobenköök im Oberhafenquartier Mittagsgerichte wie Pasta mit Kohlpesto und Rindergulasch mit Romanesco an.

Foto: Marcelo Hernandez / FUNKE Foto Services / MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Mit unseren Coupons leckere Gerichte aus den Lieblingsrestaurants nach Hause holen. Heute: Hobenköök im Oberhafenquartier.

Hamburg.  Aus dem Büro zum Lieblingsitaliener, mit den besten Freunden bei Pizza, Pasta und Rotwein bis nach Mitternacht lachen. Mit der Liebsten beim Franzosen mit Tartar und einem Glas Crémant schwelgen oder mit der ganzen Familie im Steakhaus des Vertrauens einkehren und ein perfekt gebratenes Stück Fleisch genießen. Wann wird das wieder möglich sein? So genau weiß das noch niemand. Was wir aber mit Gewissheit sagen können: Auf das Essen Ihres Lieblingsrestaurants müssen Sie in dieser entbehrungsreichen Zeit nicht unbedingt verzichten – denn das Hamburger Abendblatt bietet mit dieser Aktion „Genuss für zu Hause“.

Von heute an finden Sie in der Zeitung jeweils einen Coupon mit einem besonderen kulinarischen Angebot für unsere Leser. Damit unterstützen wir einerseits die Gastronomen, denen durch die Schließung ihrer Läden bei laufenden Kosten quasi über Nacht die Einnahmen weggebrochen sind, und andererseits all diejenigen, die nach Tagen der Selbstversorgung Lust haben auf die Spezialitäten der Profis.

Auftakt der Abendblatt-Aktion macht die Hobenköök

Unter anderen dabei ist das Überquell. „Die Krise trifft uns alle hart“, sagt Inhaber Patrick Rüther. „Aber wir wollen, wie damals bei G 20, ein Zeichen setzen, also die Stellung halten und für die Hamburger als Versorger da sein.“ Die Resonanz ist positiv, viele holten sich „die beste Pizza der Stadt“ dieser Tage selbst im Überquell ab – ob Margarita, Salami oder die vegetarische Variante mit Roter Bete.

Den Auftakt unserer Aktion macht heute die Hobenköök: „Wir wollen den Hamburgern auch während der Corona-krise einen Ort bieten, an dem sie regional-saisonale Produkte finden, die sie mit nach Hause nehmen können. Deshalb bleibt unsere Markthalle weiterhin täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet“, sagt Thomas Sampl, der die Hobenköök im Oberhafenquartier gemeinsam mit Neele Grünberg und Frank Chemnitz führt.

Fleisch- und Fischgericht für 12,50 Euro, vegetarische Variante für 9,50 Euro

Und damit die Kunden nicht extra noch woanders zum Einkaufen hinfahren müssen, haben „wir unser Sortiment um Zucchini aus Spanien und Demeter Bananen erweitert“, sagt Sampl. Das Restaurant musste vorübergehend schließen, stattdessen können die Kunden nun jeweils aus drei frisch zubereiteten Middachs-to-go-Gerichten wählen und diese dann zu Hause genießen.

Es gibt jeweils ein Fleisch- und Fischgericht für 12,50 Euro und eine vegetarische Variante für 9,50 Euro. „Wir entscheiden immer erst einen Tag vorher, was wir anbieten“, sagt Sampl. Das Angebot werde gut angenommen, „am Freitag haben wir 60 Essen verkauft. Und die Kunden, die in die Markthalle kommen, machen jetzt größere Einkäufe, damit sie erst mal für eine Woche versorgt sind.“

Anstatt mit 50 Mitarbeitern wie sonst „bin ich aktuell mit meinen Partnern und unseren drei Azubis an Bord. Ich bin also bestens beschäftigt“, sagt der Gastronom. Bei der Abendblatt-Aktion „Genuss für zu Hause“ ist der Spitzenkoch gern dabei: „So können sich die Hamburger in diesen Zeiten zumindest ein Stück Höbenkook nach Hause holen“, sagt er.

Im Hobenköök ist die Kundschaft bunt

Die Hobenköök hat im August 2018 eröffnet. Die Location an der Stock­meyerstraße 43 ist eine ehemalige, rund 600 Quadratmeter große Lagerhalle mit zehn Meter hohen Decken. Das Oberhafenquartier am Rande der HafenCity hat sich zu einem Treffpunkt der Kreativszene entwickelt. „Ich war schon immer fasziniert von diesem Standort. Als es dann eine Ausschreibung für diese Räume gab, haben wir uns beteiligt und den Zuschlag erhalten. Unser Konzept aus Restaurant, Markthalle und Catering kommt bei den Gästen gut an“, sagt Sampl.

Bunt ist die Kundschaft. „Wir haben den jungen Studenten, gut situierte Hamburger mit einem Faible für kreative norddeutsche Küche, und natürlich schauen auch viele Touristen bei uns vorbei, weil wir eben etwas Außergewöhnliches anbieten.“ Bevor sich der Ostwestfale selbstständig machte, war er acht Jahre lang für die Küche im Vlet in der Speicherstadt verantwortlich.

Die Markthalle bietet 1000 Produkte von 150 Erzeugern

Die Markthalle sei wie ein Wochenmarkt, sagt Sampl. Etwa 1000 Produkte gibt es dort, die von 150 Erzeugern stammen. „Wir kaufen direkt auf dem Bauernhof oder bei Manufakturen ein und kennen jeden einzelnen unserer Produzenten“, sagt Sampl. Dort gibt es Käse aus dem Norden, Obst, Gemüse, Säfte aus dem Alten Land, Marmeladen, Labskaus im Glas und Fleisch. Wer an den Holztischen im Restaurantbereich Platz nahm, konnte das Wirken der Köche in der offenen Küche verfolgen.

An der großen Tafel standen bisher die Tagesempfehlungen und das Vier-Gänge-Menü. Auf der Speisekarte fanden sich zum Beispiel das Schmorstück vom Rind, Wilde Büsumer Auster oder Herz&Beete. Für Veganer gab es die Kern&Korn-Roulade. Wann die Gäste wieder in der Hoben­köök speisen können, kann keiner absehen. Sampl sagt: „Wir sind bereit, wieder im Restaurant loszulegen. Und bis dahin sind wir weiterhin in der Markthalle für unsere Gäste da.“