Namenswechsel

Bäckerei Gaues heißt jetzt Backgeschwister

Kira Koenemann, Gründerin und Inhaberin der Firma mit  18 Filialen in Norddeutschland

Kira Koenemann, Gründerin und Inhaberin der Firma mit 18 Filialen in Norddeutschland

Foto: Michael Rauhe / Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Neue Inhaberin will Verwechslungen vermeiden. Rezepte und Sortiment bleiben gleich. Weitere Filialen in Hamburg und Hannover geplant.

Hamburg. Die Bäckerei Gaues erhält einen neuen Namen. Künftig heißt das Unternehmen, das seinen Sitz in Isernhagen hat, Backgeschwister. In den kommenden Wochen sollen alle Filialen neue Schilder bekommen. „Als konsequente Weiterentwicklung der Unternehmensmarke habe ich entschieden, die Bäcker Gaues GmbH umzubenennen“, sagt Kira Koenemann, Gründerin und Inhaberin der Firma mit mittlerweile 18 Filialen in Norddeutschland.

Hintergrund: Namensgeber Jochen Gaues war bis zum Sommer vergangenen Jahres im Unternehmen als Backstubenleiter angestellt, dann trennten sich die Wege (das Abendblatt berichtete). Nun soll auch sein Name weichen. Außerdem wolle sie vermeiden, dass es zu Verwechslungen komme, so Koenemann.

Zum einen mit der Broterbe Gaues GmbH aus Hannover, zum anderen aber auch mit der gerade neu entstandenen Filiale am Lehmweg, in der Jochen Gaues seit einigen Wochen selbst wieder sein Brot verkauft. „Wir haben noch viel vor und brauchten einen neuen Namen, der zu uns passt und der zeigt, wer wir wirklich sind“, so Koenemann.

Bäckerei Gaues: Rezepte, Standorte und Produktsortiment bleiben gleich

In den Filialen wird nun ein Aushang angebracht, der den Kunden dies erklären soll, um Irritationen zu vermeiden. Das bekannte Logo von Bäcker Gaues soll optisch weitgehend erhalten bleiben. „Die Rezepte, die Standorte und das Produktsortiment bleiben gleich. Damit gibt es keine Veränderungen für den Kunden“, sagt Koenemann, die sich viele Gedanken über den Prozess gemacht hat.

Die ersten Reaktionen, vor allem die der Mitarbeiter, zeigen ihr, dass die Entscheidung richtig war. „Lange haben wir den Namen geheim gehalten. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass unsere Mitarbeiter den neuen Namen so begeistert aufgenommen haben“, sagt Kira Koenemann. Besonders wichtig ist ihr, zu betonen, dass sich an den Rezepten nichts ändert.

„Das beliebte Sylter, das Kirchhorster und das Vinschgauer, die Kunden werden weiter ihre Brote bekommen.“ Übrigens zu großen Teilen nach Rezepten von Jochen Gaues. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen weitere Filialeröffnungen, sowohl in Hamburg als auch in Hannover. Mehr will Kira Koenemann derzeit aber noch nicht dazu sagen. „Nur so viel, es wird mit Sicherheit in repräsentativer Lage sein.

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Der Standort Hamburg hat dabei für die Backgeschwister eine besondere Bedeutung. „Poelchaukamp, Eppendorfer Baum und die Hoheluftchaussee waren unsere ersten Filialen“, sagt Koenemann. Hannover sei erst später dazugekommen. „Beide Standorte liegen uns natürlich am Herzen. Allerdings sind in Hamburg die umsatzstärkeren Filialen.“

Bäckerei Gaues: Coronapandemie macht auch den Backgeschwistern zu schaffen

Die Backgeschwister beliefern neben ihren 18 Filialen zudem rund 220 Kunden aus der gehobenen Gastronomie in Hamburg, Hannover, München und Berlin. 160 Mitarbeiter arbeiten derzeit für eine der größten Backmanufakturen Norddeutschlands.

Die Coronapandemie macht natürlich auch den Backgeschwistern zu schaffen. „Die aktuelle Situation ist für uns alle eine enorme Herausforderung“, sagt die Firmenchefin. „Als Lebensmittellieferant sehen wir uns in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass unsere Kunden weiterhin in gewohnter Qualität mit Brot und Backwaren versorgt werden können. Von daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, sowohl die Produktion als auch den Verkauf aufrechtzuerhalten.“ Es seien alle Maßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeiter ergriffen worden.

„Wir richten uns dabei ausschließlich nach den Vorgaben des Berliner Robert-Koch-Instituts.“ Kira Koenemann ist es wichtig zu betonen: „Trotz der schwierigen Lage stehen unsere Verkäufer in den Filialen in erster Reihe und erfüllen für uns alle einen sehr wichtigen Auftrag! Wir sind ihnen dafür sehr dankbar und wissen, wie groß ihr Einsatz ist, der stark erhöhten Lebensmittelnachfrage gerecht zu werden.“