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Coronavirus: Hamburger Senat verschärft Auflagen

Coronavirus: Hamburger spielen "Ode an die Freude"

Am Sonntag spielen Menschen in Hamburg von ihren Privatwohnungen aus in einer Art gemeinsamen Konzert Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“.

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Musiker spielen "Ode an die Freude". 887 infizierte Hamburger. Zweitwohnungs-Besitzer verlassen Schleswig-Holstein. Der Newsblog.

Hamburg. Bund und Länder haben am Sonntag ein Kontaktverbot beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus' weiter einzudämmen. In Hamburg gelten damit ab heute auch weitere Verbote für Dienstleister und Geschäfte. Derweil hat die Gesundheitsbehörde bekanntgegeben, dass es 119 weitere Infizierte in der Stadt gibt – damit steigt die Gesamtzahl der hier gemeldeten Covid-19-Ansteckungen auf 887. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen schnellt die Zahl in die Höhe.

Verfolgen Sie hier im Newsblog alle Entwicklungen zum Coronavirus:

Coronavirus: Hamburg erlässt weitere Auflagen

Bund und Länder haben sich am Sonntag darauf geeinigt, zunächst keine allgemeine Ausgangssperre in Deutschland zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zu erlassen. Stattdessen wurde ein Kontaktverbot beschlossen. "Von einer generellen Ausgangssperre wurde abgesehen, nachdem festgestellt wurde, dass die beschlossenen Beschränkungen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum von den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland weitestgehend eingehalten werden", teilte der Hamburger Senat noch am Sonntagabend mit.

Die in Hamburg bereits geltenden Regelungen wurden nun also um folgende Vorgaben angepasst:

  • Der Aufenthalt für Personen im öffentlichen Raum ist nur alleine sowie in Begleitung der Personen gestattet, die in derselben Wohnung leben oder in Begleitung einer weiteren Person, die nicht in derselben Wohnung lebt.
  • Der Betrieb von Gewerben wie Kosmetikstudios, Friseure oder Tattoo-Studios wird untersagt.
  • Die neue Allgemeinverfügung werde noch am Sonntagabend veröffentlicht und trete damit sofort in Kraft.

„Es kommt jetzt darauf an, dass wir so gut es geht zu Hause bleiben und den direkten Kontakt mit anderen vermeiden. Wir haben die Vorgaben dazu noch einmal verschärft und auf eine einheitliche Linie in ganz Deutschland gebracht", sagt Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Bewegung an der frischen Luft "in ausreichendem Abstand zu anderen" solle aber weiterhin möglich sein, sagt Tschentscher und bedankt sich bei den Hamburgern: "Die meisten Bürgerinnen und Bürger in Hamburg verhalten sich verantwortungsvoll."

Emirates streicht Flüge Hamburg-Dubai

Die Fluggesellschaft Emirates streicht vom 25. März an weltweit ihren Flugplan bis auf wenige Länder radikal zusammen. Dazu gehört unter anderem auch die Verbindung zwischen Hamburg und Dubai, von wo aus Passagiere vor allem nach Asien und Australien weiterfliegen. Emirates begründete den Schritt am Sonntag mit den erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Frachtflüge sollen zunächst aufrechterhalten werden. Die Hamburg-Strecke war zuletzt von zwei täglichen Flügen auf einen reduziert worden.

Hamburger Musiker spielen die "Ode an die Freude"

Von Mailand bis Sizilien erklingt seit Beginn der Coronavirus-Pandemie viel Musik von Balkonen und aus Fenstern, Menschen singen und musizieren gegen die Krise. Die Italiener machen es vor – und auch in Hamburg haben Musiker nun nachgezogen: Am Sonntag um 18 Uhr haben sie etwa in den Stadtteilen Hoheluft-West und Eimsbüttel von ihren Privatwohnungen aus Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ gespielt.

Im Vorfeld war in den sozialen Medien dazu aufgerufen worden. Und am Abend folgt eine weitere Aktion: Jeden Tag stehen mehr und mehr Menschen an ihren Fenstern und applaudieren um 21 Uhr für Ärzte, Pflegekräfte und andere Helfer, die sich der Ausbreitung des Coronavirus entgegenstellen.

Coronavirus: Offenbar infizierter Mann in ICE unterwegs

Ein ICE der Deutschen Bahn hat seine Fahrt in Hessen außerplanmäßig unterbrechen müssen, weil ein Reisender an Bord des Zuges möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert ist. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, am frühen Nachmittag sei gemeldet worden, dass ein französischer Staatsbürger in einem Sechser-Abteil zu verstehen gegeben habe, er sei mit dem Virus infiziert.

Der mit Handschuhen und Mundschutz ausgestattete Mann habe eine Bescheinigung aus Hamburg über einen Test auf das Coronavirus und die Empfehlung häuslicher Quarantäne bei sich. In dem Zugabteil befanden sich keine weiteren Reisenden. Sprachprobleme erschwerten die Verständigung. Die örtlichen Gesundheitsbehörden seien nun zuständig für Entscheidungen über das weitere Vorgehen, sagte der Sprecher. Der Zug, der in Gelnhausen gestoppt wurde, sei ersten Informationen zufolge „mittelmäßig“ voll und mit etwa 100 bis 150 Reisenden besetzt.

Sonntag: 887 gemeldete Corona-Infizierte in Hamburg

Die Zahl der in Hamburg mit dem Coronavirus infizierten Personen ist weiter angestiegen. Wie der Senat am Sonntagnachmittag mitteilte, wurden 119 weitere Fälle von Erkrankungen mit Covid-19 bestätigt. Damit ist die Zahl der gemeldeten Infizierten auf 887 gestiegen.

"Der weiterhin deutliche Anstieg wird durch einen hohen Anteil durch Urlaubsrückkehrer verursacht sowie durch Personen, die Kontakt zu den erkrankten Personen hatten", heißt es in der Mitteilung. Die Krankheitsverläufe gingen in der Regel mit leichten bis mittleren grippeähnlichen Symptomen einher. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 51 Hamburger aufgrund der Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon werden zehn Personen intensivmedizinisch betreut.

Coronavirus: So können Sie sich vor Ansteckung schützen

  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch, das Sie danach wegwerfen. Ist keins griffbereit, halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase. Danach: Hände waschen
  • Regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen
  • Das Gesicht nicht mit den Händen berühren, weil die Erreger des Coronavirus über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen können
  • Ein bis zwei Meter Abstand zu Menschen halten, die Infektionssymptome zeigen
  • Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind überflüssig – sie können sogar umgekehrt zu Nachlässigkeit in wichtigeren Bereichen führen

Coronavirus: Vier Todesfälle in Niedersachsen

In Niedersachsen haben sich 1586 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dies ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes ein Anstieg von 134 Fällen im Vergleich zum Vortag. Die meisten Infektionen gibt es demnach weiterhin in der Region Hannover, nämlich 341 (plus 34). Wie viele Covid-19-Patienten inzwischen wieder genesen sind, konnte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums am Sonntag nicht sagen.

Am Sonnabend waren die ersten Todesfälle von Covid-19-Patienten in Niedersachsen bekannt geworden. In Kliniken der Region Hannover starben zwei 70 und 84 Jahre alte Männer, im Heidekreis ein 87-Jähriger und im Landkreis Leer ein 66-Jähriger, der unter einer schweren Vorerkrankung gelitten hatte.

Im Land Bremen waren am Sonnabend 168 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt, davon 153 im Stadtgebiet und 15 in Bremerhaven, wie der Gesundheitssenat am Sonntag mitteilte. Drei Patienten seien inzwischen genesen.

"Ode an die Freude" als Balkonkonzert

Heute um 18 Uhr wollen Hamburger wie auch Menschen in ganz Deutschland von Fenstern und Balkonen Ludwig van Beethovens "Ode an die Freude" anstimmen. Viele Hamburger Lehrer haben bereits ihre Schüler zu diesem Musik-Flashmob aufgerufen, der in der aktuellen Krisenzeit ein Signal für Solidarität, Lebensfreude, Mut und Hoffnung sein soll. Die Musizierenden wollen aber auch allen Helfern, die unter schweren Bedingungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus kämpfen, Solidarität bekunden. In Schleswig-Holstein hat sogar der Landesmusikrat für 18 Uhr zu Balkonkonzerten aufgerufen

In Italien erklingt bereits seit Beginn der Corona-Krise Musik von Balkonen und aus Fenstern.

Corona in Hamburg: Fehlende Schutzkleidung gefährdet Pflege

Dramatischer Engpass im Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel: Seit Beginn der Corona-Epedimie sorgt fehlende Schutzkleidung für massive Probleme bei Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Beim Hospital zum Heiligen Geist in Poppenbüttel gefährdet der Mangel inzwischen die Pflege der Bewohner. „Man hatte uns für Freitag wieder eine Lieferung fest zugesagt. Doch auch diese wurde beschlagnahmt, um Krankenhäuser zu versorgen“, sagt Vorstandschef Frank Schubert dem Abendblatt.

Das Hospital zum Heiligen Geist versorgt 720 Bewohner in der stationären Pflege. Auch die 38 Plätze in der Kurzzeitpflege sind allesamt besetzt. Zudem betreuen die Pflegekräfte noch rund 150 Pflegebedürftige auf ambulantem Weg – entsprechend groß ist der Bedarf an Schutzkleidung.

Gericht in Schleswig: Zweitwohnungsbesitzer müssen abreisen

Mehrere Antragsteller sind vor dem schleswig-holsteinischen Verwaltungsgericht mit ihrem Anliegen gescheitert, trotz der Verfügung des Landes wegen der Corona-Pandemie in ihren Nebenwohnungen im nördlichsten Bundesland bleiben zu dürfen. Die erste Kammer in Schleswig entschied im Eilverfahren, dass sie abreisen müssen. Das teilte das Gericht am Sonntag mit.

Die Antragsteller, deren Erstwohnsitze außerhalb Schleswig-Holsteins liegen, halten sich derzeit in ihren Zweitwohnungen in Ostholstein und Nordfriesland auf. Wegen der Eilbedürftigkeit habe die Kammer die Entscheidung auf eine weitergehende Interessenabwägung gestützt, hieß es in der Mitteilung. Demnach überwiege das private Interesse der Antragsteller das öffentliche Interesse am Schutz vor der weiteren Verbreitung des Virus nicht.

Gegen den Beschluss können die Antragsteller Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen. (Aktenzeichen 1 B 10/20, 1 B 11/20, 1 B 12/20, 1 B 13/20, 1 B 14/20). Am Freitag hatte die Landesregierung alle Besitzer von Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein zur Abreise aufgefordert. Angesichts der Corona-Pandemie verbiete sich auch eine Anreise zu einer Zweitwohnung in den Norden, hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gesagt.

Coronavirus: Das sollten ältere Hamburger beachten:

  • Meiden Sie soziale Kontakte soweit wie möglich
  • Halten Sie Kontakt mit Ihren Freunden und Ihrer Familie über Telefon, Brief, soziale Netzwerke oder Skype
  • Besuchen Sie keine Freizeitveranstaltungen
  • Meiden Sie den öffentlichen Personennahverkehr
  • Meiden Sie unbedingt den Kontakt zu Enkelkindern
  • Halten Sie persönlichen Abstand von mindestens zwei Metern
  • Geben Sie niemandem die Hand und umarmen Sie niemanden
  • Gehen Sie nicht in eine Arztpraxis, sondern rufen Sie bei Bedarf dort an und besprechen das weitere Vorgehen
  • Wenn möglich, gehen Sie nicht in Apotheken, sondern lassen Sie sich benötigte Medikamente nach Hause liefern
  • Nutzen Sie Lieferdienste von Supermärkten
  • Nehmen Sie gerne Hilfe oder das Angebot von Botengängen aus der Nachbarschaft und Familie an
  • Gehen Sie gerne eine Runde spazieren. Wenn Sie dabei Bekannte treffen: Denken Sie daran, Abstand von zwei Metern zu halten
  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände

Hamburgs SPD-Fraktionschef appelliert an Banken und Vermieter

Banken und Vermieter stehen nach Ansicht der SPD-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft in der Verantwortung, in der Corona-Krise private Haushalte, Selbstständige und Unternehmen zu unterstützen. „In der Finanzkrise haben die Menschen mit ihren Steuern den Banken mit riesigen Milliardensummen geholfen. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die Banken revanchieren“, sagte Fraktionschef Dirk Kienscherf am Sonntag. Die Banken müssten intensiv und individuell beraten und schneller entscheiden sowie alle denkbaren Spielräume bei Kreditvergabe, Stundungen und Dispos nutzen.

Gleiches gelte für die Immobilienwirtschaft, die in den vergangenen Jahren an steigenden Mieten gut verdient habe. Unabhängig von den auf Bundesebene angekündigten Änderungen im Mietrecht erwarte er, dass ab sofort auch private Gesellschaften ihren Mietern in Notlagen entgegenkommen, sagte Kienscherf. Private Haushalte, Gewerbetreibende und Kulturschaffende dürften nicht Gefahr laufen, ihre Wohn- oder Arbeitsorte zu verlieren. Eine vorübergehende Aussetzung oder Verringerung von Mietzahlungen könne hier zu der dringend gebotenen Entlastung führen.

Wegen Corona: 50 Prozent mehr Anrufe bei Telefonseelsorge

Die ehrenamtlichen Helfer der Telefonseelsorge in Hamburg haben in diesen Tagen sehr viel zu tun. Wegen der Corona-Krise rufen deutlich mehr Menschen bei der Hotline der Hansestadt an als sonst üblich. Das sagte die Leiterin der Telefonseelsorge der Diakonie Hamburg, Babette Glöckner. „Es schlägt voll durch. Wir haben bundesweit 50 Prozent mehr Anrufe. Die Kurve ist ganz stark hochgegangen. Es ist das Thema am Telefon schlechthin.“

Wegen des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus hätten viele Anrufer Ängste und fürchteten soziale und finanzielle Not. In den meisten Fällen müssten die Ehrenamtlichen vor allem „einfach zuhören, würdigen und wertschätzen“, so Glöckner. Gleichzeitig müssten die Helfer auch genau schauen, bei wem die Ängste auf eine unrealistische Art und Weise Wellen schlagen. Dann gehe es darum, die falschen Vorstellungen mit Fakten zu entkräften.

Corona-Krise: „Heftiger als alles, was ich erlebt habe“

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) beschreibt die Corona-Krise als „absolute Ausnahmesituation“, die Einschränkungen auch im persönlichen Leben bringe. „Die letzten zehn Tage waren heftiger als alles, was ich bisher erlebt habe. Es ist ein Wahnsinnstempo, in dem entschieden werden muss“, sagte der Regierungschef den „Lübecker Nachrichten“ am Sonntag.

Seinen Anspruch, der Sonntag gehöre der Familie, könne er derzeit nicht erfüllen. Täglich müssten Entscheidungen getroffen werden. „Da kann ich meine Prinzipien nicht einhalten, weil das Wohl Schleswig-Holsteins wichtiger ist“, sagte der 46-Jährige.

„Kultur trotz Corona" auf der NDR Bühne

Der NDR lädt mit der Aktion „Kultur trotz Corona – Die NDR Bühne“ Künstlerinnen und Künstler aus dem Norden ein, auf einer virtuellen Bühne ihre Kunst zu präsentieren. Musiker, Autoren, Schauspieler, Kabarettisten und auch Poetry-Slammer können eine Kostprobe ihres Könnens geben, von der Klavierimprovisation im Wohnzimmer bis zum Hamlet-Monolog auf dem Balkon, und sich dabei selbst filmen. Das Video wird auf www.NDR.de/kulturtrotzcorona sowie auf Social-Media-Kanälen des NDR zu sehen sein. Zudem senden die NDR Radioprogramme einige der Werke.

Einige Videos stehen bereits auf der Plattform: Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, spielt auf seiner Bratsche, Nils Landgren hat exklusiv ein Stück mit seiner roten Posaune aufgenommen, und die Sängerin Anna Depenbusch steuert eines ihrer Lieder auf der Ukulele bei. Auch Theater wie das Staatstheater in Oldenburg beteiligen sich an der Aktion.

Coronakrise: Linda Zervakis bittet aus Quarantäne um Schminktipps

Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis befindet sich zurzeit in häuslicher Quarantäne. Via Instagram meldet sie sich regelmäßig bei ihren Fans. An Tag 6 stellt sie richtig: Nein. Sie habe keinen Burnout, "wie einige Zeitungen getextet haben". Aber sie hat ein anderes Problem: Sie muss sich nach ihrer Rückkehr ins Studio womöglich selbst für die Tagesschau-Sendung schminken. Und sie weiß nicht wie es geht. Darum bittet sie bei Instagram um ein paar Schminktipps.

Linda Zervakis hat auf Instagram rund 28.600 Follower, von denen die meisten wohl ihre Fans sind. Das spiegelt sich in den Kommentaren wider. So schreibt User andiliebi: "Ich finde, eine gnadenlos ehrliche Frau, die offen zugibt dass sie sich weder schminken kann, noch kochen kann und am stressigen Familienalltag auch mal fast verzweifelt, extrem sympathisch. Hut ab! Allerdings ist so viel Schminke auch gar nicht nötig."

436 bestätigte Coronavirus-Fälle in Schleswig-Holstein

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Schleswig-Holstein weiter. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiel vom Sonntag wurden bis einschließlich Sonnabend 436 Fälle gemeldet, 33 Patientinnen und Patienten werden klinisch behandelt. Bislang wurde ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung registriert. Am Sonnabend hatte das Ministerium die Zahl der Sars-CoV-2-Fälle bis einschließlich Freitag mit 383 angegeben, 29 Personen waren zur Behandlung in Kliniken.

Corona-Krise: Wenn Trost viral geht – Gottesdienst in Eppendorf

Sie haben den Gottesdienst in der St. Martinuskirche verpasst? Hier können Sie die Messe noch einmal ansehen.

Corona-Krise: Der Gottesdienst aus Eppendorf

Landesbischöfin in Corona-Krise: Manchmal bin ich ängstlich und müde

Die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, setzt Fürsorge und Hoffnung gegen Angst und Müdigkeit in der Corona-Krise. „Die Nachrichten überschlagen sich: Infektionsketten, steigende Fallzahlen. Die ängstliche Frage nach Todesfällen“, schreibt Kühnbaum-Schmidt in einem am Sonnabend verbreiteten Segenswort. Viele machten sich große Sorgen um ihre Lieben und um ihren Arbeitsplatz.

„Manchmal werde ich ängstlich und müde“, gesteht die Landesbischöfin. Aber dann sehe sie, wie sorgsam und liebevoll Menschen aufeinander achteten, zum Beispiel mit Einkaufsdiensten für andere oder dem Kümmern um Obdachlose. „Mir macht das neue Hoffnung“, schreibt Kühnbaum-Schmidt. Nicht nur das Virus breite sich aus, sondern auch Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Fürsorge und Hoffnung täten es. „Wir breiten sie aus und halten dagegen: gegen Ängste, Sorgen, Müdigkeit, Krankheit und Tod.“

Schleswig-Holstein: Erster Corona-Patient auf Intensivstation

In Schleswig-Holstein wird der erste Corona-Patient seit Sonnabendabend intensivmediznisch versorgt. Das meldete das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, am Sonntag. Bei dem Betroffenen handele es sich um einen 76-jährigen Mann, der vom Rettungsdienst mit schweren Atemproblemen eingeliefert wurde. Das UKSH stehe im Austausch mit dem Gesundheitsamt.

Carlo von Tiedemann: „Ein Leben ohne Radio geht nicht bei mir“

Carlo von Tiedemann ist zurück. Der 76-jährige langjährige NDR-Moderator hatte Anfang März vorsorglich eine Zwangspause verordnet bekommen, nachdem er aus einem mehrtägigen Familienurlaub in Italien zurückgekommen war. Er habe während einer 14-tägigen Zwangspause wegen des Coronavirus' seine Arbeit vermisst. „Mit das Schlimmste in der sogenannten Quarantäne war das Nicht-Radio-machen-können. Ein Leben ohne Radio geht nicht bei mir“, sagte von Tiedemann in der Talkshow „3nach9“ von Radio Bremen.

Angst habe er derzeit nicht, sagte der NDR-90,3-Moderator. Die Ausbreitung des Coronavirus sei zwar eine weltweite Bedrohung. Doch: „Ich bleibe ein unerschütterlicher Optimist“, sagte von Tiedemann, der im kommenden Jahr sein 50. Dienstjubiläum beim NDR feiert. Außerdem sei er ein sehr gläubiger Mensch und sich sicher: „Der da oben gibt uns nicht auf.“

Coronavirus: Bundespolizei Nord twittert Botschaft vom Hamburg Airport

Am Sonntag meldete sich die Bundespolizei Nord vom Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel via Twitter: "Draußen sind WIR", lautete die Boschaft. "Drinnen seid IHR".

Am Sonnabend war Jean-P. Sievers in Hamburg in die Luft gegangen. Mit seiner Piper 12 Supercussion flog der Berufspilot mittags über Hamburg, um ein Spruchband mit der Aufforderung "Stay at home" hinter sich herzuziehen.

Coronavirus: Hamburger halten sich an Beschränkungen

Nach den schärferen Beschränkungen vom Vortag ist das öffentliche Leben in Hamburg zur Ruhe gekommen. Die Auflagen der Regierungen wurden überwiegend eingehalten. „An Elbe und Alster ist bei dem Wetter natürlich viel los, aber die meisten treiben für sich alleine Sport oder sind mit der Familie unterwegs. Alles im Bereich des Zulässigen“, sagte ein Polizeisprecher schon am Sonnabend. Auch am Sonntagvormittag hielten sich die Hamburger an die Corona-Regeln. Am Elbstrand in Övelgönne waren lediglich Jogger und Hundebesitzer unterwegs. Die Menschen hielten penibel Abstand.

Corona im Norden: Niedersachsens Grüne gegen Ausgangssperre

Im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung befürworten die Grünen in Niedersachsen den vorläufigen Verzicht auf eine Ausgangssperre. „Wir unterstützen die Richtschnur von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), eine generelle Ausgangssperre möglichst zu verhindern“, sagte Fraktionschefin Julia Willie Hamburg. „Sie wäre hochproblematisch und kaum zu kontrollieren.“ Es gelte nun, die bisherigen Maßnahmen durchzusetzen. „Viele verhalten sich ja sehr verantwortungsbewusst.“ Weitere Beschränkungen sollten nur gezielt wirken, sagte Hamburg. „Eine landesweit Ausgangssperre wäre ein schwerer Eingriff in Grundrechte. Es muss immer Ausnahmen geben zum Einkaufen oder um einfach mal an die frische Luft zu gehen.“

Abendblatt-Reihe: Das Konzert mit Yared Dibaba

Sie haben Yared Dibabas Corona-Konzert verpasst? Dann können Sie es sich hier ansehen:

Corona-Konzert mit Yared Dibaba

Hamburg: Club-Sterben befürchtet

Wegen des Coronavirus dürfen Clubs, Bars und Diskotheken in Hamburg nicht mehr öffnen, der Kiez ist menschenleer. Viele Betreiber fürchten nun die Insolvenz und damit einhergehende Einschnitte in der Clublandschaft Hamburgs: "Musikclubs sind ein äußerst fragiles Gebilde, wenig widerstandsfähig gegen Schocks von außen und wie ein Biotop: Wenn es einmal tot ist, geht es in dieser Form unwiederbringlich verloren", heißt es im Spendenaufruf der Clubstiftung Hamburg. Unter dem Motto "Save Our Sounds" werben die Initiatoren um Spenden.

Zwei neue Corona-Tote in Niedersachsen

1452 Fälle und nun drei Todesfälle: Das ist die aktuelle Corona-Bilanz des Landes Niedersachsen. In der Region Hannover sind zwei an Covid-19 erkrankte Männer (Geburtsjahrgänge 1935 und 1950) gestorben, zuvor war bereits im Landkreis Harburg ein 90 Jahre alter Infizierter gestorben. Die Region Hannover ist innerhalb Niedersachsens am stärksten von Sars-CoV-2 betroffen, dort sind bislang 310 Fälle bekannt.

Zudem ist in der Region Aurich ein Fall von Vogelgrippe bei einem Putenbestand im Landkreis Aurich nachgewiesen worden. Die 55 Tiere wurden vorsorglich gekeult, ein Sperr- und Beobachtungsgebiet wurden eingerichtet. Weitere Fälle von Infektionen mit dem H5N8-Virus sind nicht bekannt.

Peter Tschentscher wirbt um Corona-Helfer

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher wirbt um Corona-Helfer: In einem Tweet bat er Menschen mit medizinischem Hintergrund, die in der Corona-Krise helfen wollen, um eine Nachricht. Unter der E-Mail-Adresse personal.corona@bgv.hamburg.de können sich Freiwillige melden.

Corona in Hamburg: Krankenhäuser warnen eindringlich

Hamburgs Krankenhäuser von Asklepios über das Albertinen bis zum UKE sind entsetzt über die Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum Rettungsschirm für die Kliniken. Gleichzeitig werfen sie dem Hamburger Senat vor, nicht genügend zu tun, um den erwarteten Ansturm von schwerkranken Covid-19-Patienten zu bewältigen. Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) erklärte, sie sei „fassungslos“ über Spahns Ideen, wie man pensionierte Ärzte zurückholen und kurzfristig mehr Pfleger beschaffen soll. Das sei alles zu bürokratisch, und dafür sei in der katastrophalen Lage keine Zeit mehr.

HKG-Geschäftsführerin Dr. Claudia Brase sagte dem Abendblatt, Hamburg sei viel stärker betroffen als andere Bundesländer. Jetzt gehe es um Beatmungsgeräte, mehr Intensivbetten, Schutzanzüge und schnelles Handeln. „Die Patienten sterben uns sonst unter den Händen weg.“ Sie bemängelte das Hamburger Krisenmanagement. „Es gibt keine Rechtssicherheit“, sagte Brase. „Wir müssen alle Fälle wie gewohnt dokumentieren und Häkchen für die Abrechnung setzen, anstatt uns um die Patienten zu kümmern“ Wenn die Bezahlung nicht schnell geregelt werde, könnten Krankenhäuser sogar kurzfristig pleite gehen.

Coronavirus: Das müssen Sie über Fachbegriffe wissen

  • Coronavirus: Eine Klasse von Viren, zu denen der neuartige Erreger gehört
  • SARS-CoV-2: Die genaue Bezeichnung des Virus, das sich von China aus verbreitet
  • Covid-19: Die Erkrankung, die das Virus auslöst

Lesen Sie hier alles zum Coronavirus in Hamburg und dem Norden im Newsblog vom Sonnabend