Digitalisierung

FDP kritisiert veraltete Software in Hamburger Verwaltung

Michael Kruse kritisiert, dass in Hamburgs Verwaltung zu alte Software verwendet wird – darunter Windows 7 oder sogar XP.

Michael Kruse kritisiert, dass in Hamburgs Verwaltung zu alte Software verwendet wird – darunter Windows 7 oder sogar XP.

Foto: Georg Wendt / picture alliance/dpa

Bei Polizei, Flughafen, Ampelkoordination oder Hochbahn laufen Hunderte Rechner mit überholten Windows-Versionen.

Hamburg. FDP-Fraktionschef Michael Kruse hat dem Senat vorgeworfen, in der zu Ende gehenden Wahlperiode wichtige Digitalprojekte nicht umgesetzt zu haben. „Der Einsatz völlig veralteter Betriebssysteme sorgt in Hamburg dafür, dass Zukunftslösungen wie eine intelligente Ampelsteuerung nicht voran kommen“, sagte Kruse dem Abendblatt.

„Dass Rot-Grün noch bis 2025 auf DOS-Systeme setzt, spricht für sich. Veraltete Windows-Versionen wie Windows 7 und Windows XP runden das desolate Bild der rot-grünen IT-Kompetenz ab.“

Hintergrund der Kritik ist eine Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des FDP-Politikers. Danach wird in vielen Behörden noch mit veralteter Software gearbeitet. So laufen nicht nur am Flughafen, dem UKE, im Hafen oder der für Verkehrssteuerung zuständigen Hamburg Verkehrsanlagen GmbH insgesamt Hunderte Rechner mit alten Versionen des Microsoft-Betriebssystems Windows – sondern auch im Bereich der Innenbehörde, also auch bei der Polizei.

FDP kritisiert veraltete Windows-Software in Hamburger Verwaltung

Dort wird laut Senatsantwort noch an mehr als 8000 Rechnern mit Windows 7 gearbeitet. Damit das veraltete System weiterhin vom Hersteller gewartet wird, muss die Innenbehörde mittlerweile 476.000 Euro pro Jahr zahlen. Insgesamt laufen bei der Innenbehörde 74 Prozent der Computer mit dem veralteten Betriebssystem.

Bei der Hochbahn arbeiten 500 Rechner mit den noch älteren Betriebssystem Windows XP. Grund ist laut Senat, dass eine Spezialanwendung zur Betriebsleittechnik nur mit diesem alten System funktioniere.

FDP-Mann Kruse nutzte die aktuellen Zahlen für eines der letzten Plädoyers vor der Bürgerschaftswahl: „Im nächsten Senat braucht es eine Kraft, die mehr Digitalkompetenz einbringt.“

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