Hamburg

Bezirk Mitte setzt auf neues Mobilitätskonzept

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Ein Mann geht am Informationsschalter des Bezirksamt Hamburg-Mitte vorbei.

Ein Mann geht am Informationsschalter des Bezirksamt Hamburg-Mitte vorbei.

Foto: Christian Charisius/dpa

Die Fahrzeugflotte soll auf Elektro-Antrieb umgestellt werden. Mitarbeiter des Bezirksamt erhalten neue Fahrräder.

Hamburg.  Für einen Mitarbeiter des Bezirksamts Mitte war eine Fahrt mit Bus oder Bahn nicht unproblematisch. Denn damit war bisher eine Menge unnötiger Arbeit verbunden. Erst nach mehreren Formularen und Begründungen gab es das Geld zurück. Dieser ärgerliche Aufwand soll mit einem neuen Mobilitätskonzept nun der Vergangenheit angehören.

Schon seit zwei Jahren feile das Bezirksamt an dem neuen Konzept, sagt Bezirksamtsleiter Falko Droßmann. Dieses schaffe ein zentrales Reisemanagement und biete gleichzeitig ökologischere und inklusivere Lösungen. Hierfür arbeitet das Bezirksamt mit HVV, StadtRad, Taxiunternehmen und einem Carsharing-Anbieter zusammen, man habe diese Angebote direkt vor der Tür, das müsse man auch nutzen.

Hinzu kommt die eigene Fahrzeugflotte. Beim Einzug in die Caffamacherreihe 1–3 vor knapp einem Jahr hat man in der Tiefgarage bereits Ladestationen für Elektroautos einbauen lassen. Jetzt sollen zunächst sieben Opel Ampera-e dort laden, die das Bezirksamt gekauft hat, um alte Autos zu ersetzen. Das mittelfristige Ziel ist eine Flotte, die nur aus E- und Hybridautos besteht. Das werde allerdings noch dauern. „Der Umbau muss auch wirtschaftlich sein, zwei Jahre alte Fahrzeuge verschrotten wir nicht“, erklärt Droßmann.

Neue Fahrräder für die Mitarbeiter

Darüber hinaus schafft das Bezirksamt neue Fahrräder an, ein Teil von ihnen Lastenräder, ein anderer Sonderräder für die Mitarbeiter mit Schwerbehinderung, die rund zehn Prozent der Belegschaft des Bezirksamtes ausmachen. „Meine Verantwortung ist es, ein barrierearmes Umfeld zu schaffen“, erklärte Droßmann.

Während die Einführung der neuen Fahrzeuge gerade erst beginne, sei das zentrale Reisemanagement schon aktiv. Bis Ende des Jahres soll eine für das Bezirksamt entwickelte App die Planung noch einfacher machen.

Mitarbeiter sollen auf einen Blick sehen, wie sie am besten zu einem Termin kommen. Ob das Projekt als Vorbild für die anderen Bezirksämtern dienen kann, wird sich dann zeigen.

( hprl )

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