Hafen und Schifffahrt

Trübt das Coronavirus die Bilanz des Hamburger Hafens?

Ein Containerschiff der China Ocean Shipping Company (COSCO) wird am Containerterminal Tollerort der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) entladen.

Ein Containerschiff der China Ocean Shipping Company (COSCO) wird am Containerterminal Tollerort der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) entladen.

Foto: dpa

Jeder dritte Umschlag-Container hat mit dem Chinaverkehr zu tun. Hamburger Hafen legt Bilanz vor und gibt einen Ausblick auf 2020.

Hamburg. Der Hamburger Hafen legt heute seine Umschlagbilanz für das vergangene Jahr vor. Die Marketing-Chefs Ingo Egloff und Axel Mattern erläutern dabei auch aktuellen Tendenzen im Seegüterumschlag des größten deutschen Hafens. Ebenfalls dabei sind Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) und Jens Meier, Chef der Hafenbehörde HPA. Sie wollen auch auf alternative Energieträger im Hamburger Hafen eingehen.

Die Umschlagentwicklung für das abgelaufene Jahr dürfte recht zufriedenstellend ausfallen; nach neun Monaten stand der gesamte Seegüterumschlag bei einem Plus von 3,2 Prozent und der wichtige Containerumschlag legte um 6,9 Prozent zu. Doch die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus), die bereits zu Produktionseinbußen in China führt, dürfte auch den Hamburger Hafen treffen. Jeder dritte Container, der im Hafen umgeschlagen wird, hat mit dem Chinaverkehr zu tun.

Im Fokus steht die Elbvertiefung

Während die Schiffe immer größer werden, nehmen die Transportmengen kaum noch zu. Das verschärft den Wettbewerb zwischen den Häfen in Nordwesteuropa. Mehrere Reedereien und Allianzen haben daher Containerdienste umdisponiert, nicht immer zugunsten Hamburgs. Dass der Hafen deshalb weniger Güter umschlägt, ist aber nicht ausgemacht. Auf jeden Fall im Fokus steht die Elbvertiefung, die jetzt schon so weit vorangekommen ist, dass die Schifffahrt davon profitieren kann.