Hamburg

So spektakulär soll der Steindamm umgebaut werden

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Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger: Die Pläne für den Steindamm sehen breitere Gehwege und Radstreifen vor.

Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger: Die Pläne für den Steindamm sehen breitere Gehwege und Radstreifen vor.

Foto: BBS Landscape Engeineering GmbH

Radstreifen auf beiden Seiten, mehr Platz für Fußgänger, Alleecharakter. Doch dafür müssen Parkplätze und Bäume weichen.

Hamburg. Er gehört zu den wichtigsten Routen in die Hamburger Innenstadt, fristete in den vergangenen Jahren allerdings eher ein Schattendasein: der Steindamm. Nun soll die vierspurige Straße zwischen dem Kreuzweg und der Kreuzung Lohmühlenstraße massiv umgestaltet werden. Dies geht aus den Plänen des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer hervor, die auf einer Infoveranstaltung am Mittwochabend präsentiert wurden.

Die Neugestaltung des Steindamms erfolgt im Rahmen der Arbeiten für die Veloroute 7, die vom Rathausmarkt über die Mönckebergstraße Richtung Wandsbek führt. "Um eine sicherere und durchgängige Führung des Radverkehrs auf beiden Seiten des Steindamms zu gewährleisten, ist der Bau von zwei Meter breiten Radfahrstreifen geplant", sagte der Sprecher der Hamburger Verkehrsbehörde, Christian Füldner, dem Abendblatt. Zusätzlich soll es einen rund ein Meter breiten, durchgängigen Sicherheitstrennstreifen zu den parkenden Autos geben. Die alten, bislang rot gekennzeichneten Radwege fallen hingegen weg.

Deutlich mehr Platz bekommen künftig auch die Fußgänger. Die Gehwege werden mit 5,80 Metern breiter als bisher. Dies soll die Aufenthaltsqualität erhöhen und zugleich für mehr Sicherheit sorgen. Heutige Konflikte zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern würden entschärft, so Füldner.

Die Planungen gehen allerdings zum Teil auf Kosten der Autofahrer. So sinkt die Zahl der Parkplätze von derzeit 132 auf 101. Die Zahl der Ladezonen steigt hingegen von elf auf 34. Die bisherigen vier Fahrstreifen (zwei in jede Richtung) bleiben erhalten.

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26 Bäume werden gefällt

Zudem müssen insgesamt 26 Bäume für den Umbau gefällt werden, zugleich werden aber auch 47 neu geplanzt. Diese neuen Bäume werden auf der Mittelinsel stehen und zwischen den auf der südlichen Seite geplanten Parkplätzen stehen. Sie sollen dem Steindamm einen Alleecharakter verleihen.

Beginnen sollen die Bauarbeiten am 2. März, dauern werden sie voraussichtlich bis Ende des Jahres. Zunächst wird die südliche Fahrbahnseite des Steindamms umgebaut, danach ist die nördliche Seite dran. Es folgen der Bau der Mittelinsel und zum Schluss die Gehwege.

Erst einmal wird es enger

Während der Bauzeit müssen Autofahrer, Radler und Fußgänger erst einmal erhebliche Behinderungen in Kauf nehmen. So wird zeitweilig nur noch ein Fahrstreifen stadtein- und stadtauswärts zur Verfügung stehen. Ein Linksabbiegen vom Steindamm aus wird in der Bauzeit nicht möglich sein. Auch das Parken und der Lieferverkehr werden eingeschränkt. Fußgänger und Radfahrer müssen sich vorübergehend eine Fahrspur teilen.

14 Velorouten führen in die City

  • Route 1: City–Altona–Othmarschen–Blankenese–Rissen
  • Route 2: City–Eimsbüttel–Stellingen–Eidelstedt
  • Route 3: City–Rotherbaum/Uni–Niendorf
  • Route 4: City–Harvestehude–Winterhude–Alsterdorf–Fuhlsbüttel–Langenhorn
  • Route 5: City–Uhlenhorst–Barmbek–Bramfeld–Poppenbüttel–Duvenstedt
  • Route 6: City–Hohenfelde–Dulsberg–Farmsen–Berne–Volksdorf
  • Route 7: City–St. Georg–Eilbek–Wandsbek-Markt–Jenfeld–Rahlstedt
  • Route 8: City–Borgfelde–Hamm–Billstedt–Bergedorf
  • Route 9: City–Hammerbrook–Rothenburgsort–Moorfleet–Allermöhe–Bergedorf
  • Route 10: City–HafenCity–Veddel–Wilhelmsburg–Harburg–Neugraben
  • Route 11: City–Alter Elbtunnel–Wilhelmsburg–Harburg–TU Hamburg
  • Route 12: City–St. Pauli-Landungsbrücken–Altona
  • Route 13: Innere Ringroute: Altona–Eimsbüttel–Winterhude–Barmbek–Eilbek–Hamm
  • Route 14: Äußere Ringroute: Othmarschen–Schnelsen–Niendorf–Poppenbüttel–Billstedt
( bob )

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