Hamburg

U-Bahn kollidiert mit umgestürztem Baum – sieben Verletzte

Sperrung der U1 in Wandsbek aufgehoben. Beschädigter Zug wurde am Nachmittag in einer Werkstatt repariert.

Hamburg. Schwerer Unfall in Wandsbek: Eine U-Bahn der Linie U1 ist auf der Strecke zwischen den Haltestellen Trabrennbahn und Wandsbek-Gartenstadt am Donnerstagvormittag mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Nach Angaben der Feuerwehr gab es bei der Kollision insgesamt sieben Verletzte, vier davon wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Zugunglück in Hamburg-Wandsbek

Den Angaben zufolge ereignete sich das Unglück gegen 10.45 Uhr. Sowohl mehrere Passagiere als auch die Leitstelle der Hochbahn setzten sofort Notrufe ab. Daraufhin entsendete die Feuerwehr zunächst unter anderem einen Löschzug, einen Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und einen Rüst- und Gerätewagen zum U-Bahnhof Wandsbek Gartenstadt.

U-Bahn Kollision mit Baum: 60 Retter mit 26 Fahrzeugen im Einsatz

Vor Ort stellten die Retter allerdings fest, dass die Unfallstelle rund zwei Kilometer weiter in Höhe der U-Bahn-Brücke Voßkuhlen lag. Da in den Notrufen von vielen Verletzten die Rede war und es zunächst hieß, der U-Bahn-Fahrer sei in seiner Kabine eingeklemmt worden, wurden insgesamt sechs weitere Rettungswagen und weitere Notärzte nach Wandsbek beordert. Insgesamt rund 60 Retter und 26 Fahrzeuge erreichten am späten Vormittag schließlich die Unfallstelle.

Nachdem sie den Strom der Fahrschienen abgeschaltet hatten, näherten sich die Feuerwehrleute über einen Notzugang und tragbare Leitung. In mehreren Abschnitten untersuchten und versorgten sie die Fahrgäste aus dem U-Bahn-Zug. „Hierbei wurde festgestellt, dass der Triebwagenführer in seinem stark beschädigten Führerstand leicht verletzt wurde, aber nicht eingeklemmt war“, sagte ein Feuerwehrsprecher nach dem Einsatz. Insgesamt hätten sechs Menschen leichtere Verletzungen erlitten, etwa Schürfwunden und Prellungen.

Drei davon wurden in ein Krankenhaus gebracht. „Drei Personen lehnten eine weitere Versorgung ab“, so der Feuerwehrsprecher. Bei einer Passagierin bestand der Verdacht auf eine schwerwiegende Wirbelsäulenverletzung. Sie wurde auf einer speziellen Vakuummatratze und mithilfe einer Drehleiter aus dem Zug geborgen und ebenfalls mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht.

Betrieb am Donnerstagabend wieder aufgenommen

Wie die Hochbahn kurz nach dem Ende der Rettungsaktion mitteilte, sollte die Sperrung der U1 zwischen Wandsbek-Gartenstadt und Farmsen noch bis Betriebsschluss andauern. Die gute Nachricht kam um 21 Uhr: Die U1 hat den Betrieb zwischen Wandsbek-Gartenstadt und Farmsen wieder aufgenommen und fährt wieder auf der kompletten Strecke.

Der verunfallte Zug war in die Werkstatt geschleppt und alle Schäden behoben worden. Aber aus Sicherheitsgründen müssten noch zwei benachbarte Bäume gefällt werden. Der Feuerwehrsprecher lobte ausdrücklich die „enge und gute Zusammenarbeit“ zwischen allen Beteiligten bei dem Einsatz. Sie habe „maßgeblich zum erfolgreichen Einsatzverlauf beigetragen“, so der Sprecher.

Während des Ausfalls hatte die Hochbahn einen Ersatzverkehr mit Bussen und Taxen eingerichtet.