Bahrenfeld

Science City: Linke fordert mehr Bürgerbeteiligung

Heike Sudmann, Die Linke, in einer Bürgerschaftssitzung (Archivbild).

Heike Sudmann, Die Linke, in einer Bürgerschaftssitzung (Archivbild).

Foto: Klaus Bodig

Rot-Grün will in dem neuen Stadtteil auch Baugemeinschaften fördern. Opposition weiter unzufrieden mit Vorgehen des Senats.

Hamburg.  Grundsätzlich stehen zwar alle Bürgerschaftsfraktionen hinter dem Konzept für die geplante Science City Bahrenfeld. Am Altonaer Volkspark sollen in den kommenden zwei Jahrzehnten Wissenschaft, Wirtschaft und Wohnen zusammenwachsen. Doch mit dem Vorgehen des rot-grünen Senats um Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der im Januar 2019 einen „Masterplan“ für den neuen Stadtteil präsentiert hatte, ist die Opposition weiterhin unzufrieden, wie sich am Mittwoch in der Bürgerschaft zeigte.

Anlass ist ein Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen, in dem es etwa heißt, „für die Akzeptanz und gelingende Gestaltung des neuen Quartiers“ sei es „zwingend erforderlich, dass von Beginn des Planungsprozesses an die Bürgerinnen und Bürger aus Bahrenfeld beteiligt werden“. Darüber ärgerte sich Heike Sudmann von der Linksfraktion: Bei der Bürgerbeteiligung sei es „allerhöchste Eisenbahn“, sagte sie. Sudmann zufolge erklärten etliche Bürger bei zwei von den Linken ausgerichteten Diskussionen, es habe bisher keinerlei Gelegenheit gegeben, sich kritisch mit der Planung zur Science City auseinanderzusetzen.

2500 neue Wohnungen sollen entstehen

Carsten Ovens von der CDU sagte, immerhin sei inzwischen klar, dass die Science City über die Schnellbahn S 32 angebunden werde. In welchen Etappen der Senat die Science City entwickeln wolle, sei jedoch immer noch unklar. In die gleiche Kerbe schlug Daniel Oetzel von der FDP. Wie das Gelände der Bahrenfelder Trabrennbahn bebaut werde, das zur Science City gehören soll, stehe „in den Sternen“. Anlass zur Sorge biete zudem, dass eine Bundesfinanzierung des geplanten Röntgenmikroskops Petra IV nicht gesichert sei.

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Wie berichtet, sollen in der Science City 2500 neue Wohnungen entstehen. Es müsse eine „dauerhafte Durchmischung des Quartiers sichergestellt werden“, erklären SPD und Grüne. Beim Bau der Wohnungen ist der Hamburger Drittelmix aus öffentlich geförderten, frei finanzierten und Eigentumswohnungen vorgesehen. Allerdings soll der Senat anstreben, dass ein Anteil von 20 Prozent an Baugemeinschaften vergeben wird. Zudem sollen Acht-Euro-Wohnungen „in einem signifikanten Maß“ in der Science City entstehen. Die Bürgerschaft stimmte dem Antrag am Ende zu.