Kooperation

Bergedorfer Krankenhaus steht vor Gesprächen mit Agaplesion

Die Bethesda-Klinik in Bergedorf steht vor Gesprächen mit dem Agaplesion-Konzern (Archivbild)

Die Bethesda-Klinik in Bergedorf steht vor Gesprächen mit dem Agaplesion-Konzern (Archivbild)

Foto: News & Art

Stiftungsvorstand dementiert Verkaufsgerüchte – bestätigt aber, dass Gespräche mit dem Klinikkonzern geplant sind.

Hamburg. Die Bergedorfer Bethesda-Klinik will die Mitarbeiter am Montag über mögliche Veränderungen in der Eigentümerstruktur informieren. Konkret geht es um eine mögliche Zusammenarbeit mit Agaplesion, eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die überwiegend einer diakonischen Stiftung in Frankfurt am Main gehört. Dem Krankenhaus-Konzern Agaplesion gehört in Hamburg bereits das Diakonie-Klinikum in Eimsbüttel.

Eine Meldung des NDR, wonach das Bethesda Krankenhaus an Agaplesion verkauft werden soll, wird von Prof. Dr. Eberhard Meincke dementiert. Der Vorstandsvorsitzende der evangelischen Stiftung Bethesda, die Träger der Klinik am Glindersweg ist, stellt auf Nachfrage klar, dass es „maximal um eine Kooperation mit einem Partner“ gehe.

Bethesda Krankenhaus bleibt in Bergedorf

Konkret habe die Klinik zu einer Mitarbeiterversammlung für kommenden Montag eingeladen, „bei der wir darüber informieren wollen, dass wir überlegen, Gespräche mit Agaplesion aufzunehmen. Sie haben noch nicht mal begonnen. Und wenn es dazu kommen sollte, wird es auch nicht über einen Verkauf gehen.“

Über die Hintergründe und einen Zeitrahmen äußerte sich Meincke nicht. „Drei Dinge stehen aber heute schon fest: Wir als Stiftung bleiben im Boot, es würde also allenfalls eine Kooperation gehen. Zudem bleibt das Bethesda Krankenhaus an seinem angestammten Standort in Bergedorf. Und keiner unserer Mitarbeiter braucht sich um seinen Arbeitsplatz Sorgen zu machen.“

Connie Gudert, Sprecherin des Bethesda-Krankenhauses wollte sich noch nicht zu möglichen Veränderungen äußern. Es werde eine Stellungnahme vorbereitet.

Wirtschaftliche Erwägungen als Hintergrund vermutet

Die genauen Hintergründe der Gespräche sind noch unklar. Vermutlich stehen wirtschaftliche Erwägungen dahinter. So können Verwaltungskosten in Klinikgruppen geteilt werden, die bei Einzelhäusern voll auf den jeweiligen Klinikbetrieb anzurechnen sind.

Für die Beschäftigten dürfte sich aber nach Angaben der Gewerkschaft ver.di erst einmal nichts ändern, berichtet der NDR. Bei Agaplesion gäbe es den gleichen Tarifvertrag wie im Bethesda.