HSV-Investor

Milliardär Kühne: Klimaschutz verlangt Opfer von uns allen

Der Hamburger Milliardär und Unternehmer Klaus-Michael Kühne äußert sich im Abendblatt über den HSV, Greta Thunberg, die Grünen und den Klimaschutz sowie das Programm der Hamburgischen Staatsoper.

Der Hamburger Milliardär und Unternehmer Klaus-Michael Kühne äußert sich im Abendblatt über den HSV, Greta Thunberg, die Grünen und den Klimaschutz sowie das Programm der Hamburgischen Staatsoper.

Foto: Marcelo Hernandez

Der Unternehmer lobt im Abendblatt „Fridays for Future“. Ein überraschender Besucher faszinierte Kühne. Und der HSV? "Ein Flop."

Hamburg. Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt die Grünen und die „Fridays-for-Future“-Bewegung gelobt. Grünen-Parteichef Robert Habeck habe ihn vor gut zwei Monaten in seinem Hamburger Hotel The Fontenay besucht, erzählt der Milliardär.

„Da haben wir uns eine Stunde lang sehr gut unterhalten.“ Kühne stellt fest: „An den Grünen kommt keiner vorbei.“ Schon in der Zeit, als die Partei sich gründete, sei er für den Schutz der Umwelt gewesen. „Ich verstehe nicht, warum wir so lange so träge waren“, kritisiert Kühne das Versagen beim Umwelt- und Klimaschutz. Allerdings will sich der Wahl-Schweizer aus der Hamburger Politik und dem Bürgerschaftswahlkampf heraushalten.

Kühne: "Die Wirtschaft muss aber weiter funktionieren"

Einschränkend sagt er: „Wir sollten beachten, was aus der Wirtschaft wird, wenn die Grünen den Bürgermeister oder den Kanzler stellen. Die Wirtschaft muss Opfer bringen und den CO2-Ausstoß reduzieren – da sind auch weitergehende Maßnahmen nötig, aber die Wirtschaft muss weiter funktionieren.“

Positiv sieht der 82-Jährige die Jugendbewegung „Fridays for Future“ , die für einen engagierteren Klimaschutz kämpft. „Die Idee ist richtig, der Anstoß wichtig – auch wenn mir manche Beteiligte zu radikal sind“, sagt Kühne. „Noch mal: Wir müssen mehr machen.“

Programm der Staatsoper solle "hochwertiger" werden

Zusätzliche Impulse wünscht sich der gebürtige Hamburger auch für die Kultur der Stadt, insbesondere die Staatsoper. „Ich bin ein Freund der Oper und würde mir einen hochwertigeren Opernbetrieb mit einem anspruchsvolleren Programmen wünschen“, sagte Kühne und deutet ein Engagement an. „Vielleicht kann ich da ja auch helfen; aber ich möchte es nicht allein machen.“

Sein Engagement beim HSV bezeichnet er als „Flop“: „Da kam wenig bei raus, und eigentlich wurde es immer schlimmer.“ Mit dem bisherigen Saisonverlauf sei er überhaupt nicht zufrieden. „Es fing gut an, aber nun sehen wir wieder den alten Schlendrian.“

Daher sei er eher skeptisch, ob dem Zweitplatzierten der Zweiten Liga am Ende der Aufstieg gelingt. „Ein Aufschwung muss kommen, denn der Trainer ist ja gut. Wenn aber der Leistungsabfall anhält, findet sich der Club bald im Mittelfeld wieder.“ Dennoch schließt er ein weitergehendes Engagement nicht aus: „Es steht noch eine Verlängerung meines Engagements beim Volksparkstadion an. Das würde ich machen, wenn es etwas bringt.“