Hier haben wir geholfen

Abendblatt-Verein gibt 852.944 Euro für Bedürftige

Nelli liebt ihre wöchentliche Hippotherapie - finanziert vom Abendblatt-Verein

Nelli liebt ihre wöchentliche Hippotherapie - finanziert vom Abendblatt-Verein

Foto: Claudia Seehaus

Die beiden Abendblatt-Hilfsinitiativen haben 27.179 Kinder und Erwachsene in Not 2019 unterstützt. Ein Rückblick in eigener Sache.

Hamburg. Der Rückblick auf dieser Seite zeigt nur einen Ausschnitt unserer Arbeit im Jahr 2019 – wir können nicht alle Projekte und Einzelfälle aufzählen, bei denen wir geholfen haben. Die Aktion „Von Mensch zu Mensch“ gab 295.769 Euro für 10.179 Hamburger in Not aus. „Kinder helfen Kindern“ hat rund 17.000 Jungen und Mädchen mit 557.175 Euro in der Metropolregion gefördert.

Wir können vom Verein „Hamburger Abendblatt hilft“ niemanden aus der Armut, von Trauer oder Schmerzen befreien, doch zumindest haben wir die Möglichkeit, so manche alleinerziehende Mutter, Familie mit behindertem Kind, einem psychisch kranken Menschen oder bedürftigen Senioren etwas finanzielle Last von den Schultern zu nehmen.

Aber ganz klar ist: Ohne die Hilfe der vielen großzügigen Spenderinnen und Spender, der Firmen und Organisatoren von Benefiz-Events zu unseren Gunsten, ist diese Arbeit nicht möglich. Vielen, vielen Dank für Ihr Vertrauen in die Arbeit unseres Teams.

Wir helfen Familien mit behinderten Kindern

Familien mit schwerbehinderten Kindern benötigen dringend entsprechend umgebaute Autos, um ihre Kinder zu Therapien, Ärzten und Einrichtungen zu fahren – wir haben 2019 vier Pkw mit finanziert, u. a. auch einen Wagen für Finn B. nach einem großen Spendenaufruf im April.

Der kleine Arne (4) hat eine Zerebralparese und kann mit einem sogenannten Innowalk seine Rumpfstabilität verbessern – wir bezahlen die Miete für das Gerät.

Alleinerziehende Mütter und ihre Kinder haben wir im Fokus

Die meisten unserer Antragsteller sind alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern, die wir in fast allen Lebensbereichen unterstützt haben. Viele dieser Frauen leben am Rande des Existenzminimums, haben Gewalt in der Ehe erfahren, sind psychisch oder körperlich krank und dadurch arbeitsunfähig. Andere haben behinderte oder verhaltensauffällige Kinder. Diesen Familien haben wir unter anderem mit Haushaltsgeräten, Möbeln, Kinderkleidung, Zuschüssen für Renovierungen, Arzt- und Lebenshaltungskosten unter die Arme gegriffen. Den Kindern haben wir Laptops, Nachhilfe, Zeltlager in den Ferien, Ausflüge, Theaterbesuche und Hobbys ermöglicht.

In diesem Jahr halfen wir mit Spenden zudem gezielt zwei Frauenhäusern, dem der Diakonie und von „Frauen helfen Frauen e. V.“, die vor gewalttätigen Ehemännern oder anderen Angehörigen geflüchteten Frauen Zuflucht und nach einer Stabilisierungsphase Hilfe bei dem Aufbau eines neuen Lebens ermöglichen. Wir unterstützen den Alleinerziehenden Treffpunkt und Beratung – ATB sowie das Mütterfrühstück des Vereins Augenblicke e. V. Einer Mutter haben wir bei den Beerdigungskosten ihres kleinen Kindes geholfen.

Freizeitgestaltung für belastete Kinder und Jugendliche

Kreativ sein, toben, spielen und Neues ausprobieren – das ist wichtig für Kinder. Deswegen haben wir auch 2019 das wunderbare Lehmbauprojekt des Vereins Bunte Kuh auf St. Pauli und in Wilhelmsburg unterstützt, Pflegekindern die Teilnahme an einem Musicalworkshop ermöglicht und Kinder lustige Sockenmonster basteln lassen.

Wir haben tanzende und rappende Jugendliche in der HipHop Academy in Billstedt finanziert und etlichen Kindern Schwimmkurse und Musikunterricht ermöglicht.

Lebenshilfe für Menschen in akuter Not

Für die meisten Hartz-IV-Empfänger, Menschen mit Grundsicherung oder kleiner Rente ist es nicht möglich, etwas zu sparen. Ein kaputtes Elektrogerät oder Bett bedeutet für sie ein kleine Katastrophe, deswegen bekommen wir viele Anfragen für die Kostenübernahme von Waschmaschinen, Herden und Kühlschränken.

Andere bitten um Möbel – hier arbeiten wir mit der Möbelkiste Hamburg, einem Sozialkaufhaus, zusammen, das neuwertige Sachen zu einem viel geringeren Preis verkauft. Die Antragsteller suchen sich dort Betten, Schränke, Schreibtische etc. aus und unser Verein zahlt die Rechnung. Auch helfen wir beim Kauf von Brillen, Medikamenten, Arztkosten und Stromschulden. Manche wünschen sich ein Fahrrad, um mobiler zu sein.

Wir ermöglichen Sport im Verein und in Freizeitcamps

Unser Ziel ist es, dass jedes Kind in Hamburg Sport machen kann. Unsere Initiative mit der Hamburger Sportjugend „Kids in die Clubs“ hat rund 8500 Kindern Sport in Vereinen sowie die Teilnahme an Turnieren und Freizeiten ermöglicht – ein Großteil der Finanzierung wird durch den jährlichen Hamburg Commercial Bank Run (HafenCity) gedeckt.

Wir haben jungen Fußballerinnen von Altona 93 die Teilnahme am Gothia-Cup in Schweden ermöglicht, andere Sportler bei einer Fahrt zu „Jugend trainiert für Olympia“ unterstützt, einen Basketball-Workshop der St. Pauli Bats für sozial schwache Kinder finanziert.

Zudem haben wir drei Zirkusprojekte plus großem Festival unterstützt, die Einradkids der Schule am Heidberg nach China geschickt sowie einem Tischtennisspieler mit Behinderung zum Deutschen Meistertitel verholfen.

Lesen und Schreiben ist ein Hauptförderbereich

Eines unserer Hauptprojekte, die wir seit Jahren im Bereich Leseförderung unterstützen, sind die „Hamburger Märchentage“ mit dem Märchenschreibwettbewerb.

Gleichzeitig waren wir 2019 auch wieder Sponsoren bei der „Wilhelmsburger Lesewoche“, der „Büchertürme“-Aktion von Autorin Ursel Scheffler und des Vereins ISI. Die Interkulturelle Schülerinnen Initiative fördert junge Migrantinnen sehr erfolgreich bis zur Hochschulreife.

Vielen Kindern ermöglichen wir durch die Kostenübernahme von Nachhilfe und Schulgeld ein schulisches, älteren Jugendlichen durch die Finanzierung zweier „Joblinge“ ein berufliches Fortkommen.

Unser Vereinsbotschafter, der Schauspieler und Regisseur Christian Berg, gab zahlreiche Lesungen seines Buches „Rumpel­röschen“ in Grundschulen und in einem Altenheim.

Manche waren noch nie weg: Reisen für Jugendliche

Wir haben 200 Jugendlichen, die in Wohngruppen der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe leben, Ferien an Ost- und Nordseestränden ermöglicht. Viele dieser sehr belasteten Jungen und Mädchen waren zum ersten Mal im Urlaub.

Bei Klassenreisen haben wir 16 Hamburger Schulen unterstützt – darunter gab es einen Segeltörn und eine Monoski- und Skilanglaufreise für Schulen mit speziellem Förderbedarf, zudem Schüleraustausche, Ausflüge zur Kurzfilmwoche sowie den Besuch von Musicals und Theatern.

Therapien, die die Krankenkasse nicht bezahlt

Wir unterstützten 2019 verschiedene Therapien, die Kindern helfen, ihre Lebensumstände zu verbessern, die jedoch von der Krankenkasse oder vom Jugendamt nicht bezahlt werden. Einer unserer Förder-schwerpunkte sind Lerntherapien für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche – wir haben 30 Schülern Lerntherapien bezahlt. Fünf Kinder konnten durch uns eine Petötherapie machen, die hirnverletzte Mädchen und Jungen beim Laufenlernen hilft.

Außerdem finanzierten wir Hippotherapien (Reiten) für Schulklassen mit behinderten Kindern der Weidemoorschule und der Schule Nymphenweg sowie einzelnen Mädchen und Jungen, die durch Unfälle und schwierige Familienumstände traumatisiert sind. Zudem ermöglichten wir Mal­therapien für Kinder im Krankenhaus.

Mehr Infos zum Verein finden Sie hier.