Hamburg

Warum Polizistin für Lilian (21) der Traumberuf ist

Lilian Stern legte ihren Amtseid als Polizistin ab.

Lilian Stern legte ihren Amtseid als Polizistin ab.

Foto: André Zand-VakilI

Eine junge Frau ist die 2000ste Polizeianwärterin in Hamburg – seit dem Amtsantritt von Innensenator Andy Grote (SPD).

Hamburg. Man könnte sagen: Es ist eine Sternstunde, die Lilian Stern Innensenator Andy Grote (SPD) bescherte. Denn mit ihr kann der Senator freudig vermelden, dass während seiner Amtszeit bei 21 Vereidigungen 2000 neue Hamburger Polizisten ihren Amtseid abgelegt haben – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

„Ich wollte schon immer Polizistin werden“, erzählt die 21-Jährige. Ihr Vater sei nicht so begeistert gewesen. Ihrem „alten Herrn“ gefällt der Beruf zwar, er war aber ein bisschen besorgt. Mittlerweile ist das anders: „Er platzt vor Stolz“, sagt seine Tochter.

Ermutigt hat sie immer ihre Mutter. „Was du willst, das schaffst du auch“, hatte sie ihrer Tochter mit auf den Weg gegeben. Der ging über die Fachhochschule und einem Nebenjob in die Ausbildung zur Speditionskauffrau. Zehn Monate nach Ausbildungsbeginn kam der Brief von der Polizei mit der Zusage. Lilian Stern hat dafür ihre Ausbildung an den Nagel gehängt und sich für ihren Traumberuf entschieden.

Praktika an der Wache Billstedt

Seit August ist sie jetzt dabei. Erste aufregende Hospitationstage an der Wache Billstedt hat sie hinter sich. Die kommenden Jahre wird sie die Schulbank an der Akademie der Polizei drücken müssen. Zu Praktika wird sie wieder an die Wache Billstedt kommen. Was nach der Akademie kommt? „Ich weiß es noch nicht“, sagt die 21-Jährige. „Die Polizei bietet ja so viele Möglichkeiten.“

Bei der Vereidigung im großen Festsaal des Rathauses hielt sie dann mit einem Kollegen eine der drei Reden von Polizeischülern. Und es gab noch eine Besonderheit: Lilian Stern war eine von zwei Polizeischülern, die an dem Tag der Vereidigung ihren 21. Geburtstag feierten – und das, wie der Senator anmerkte, in einem nicht zu toppenden Rahmen.