Hamburg

S-Bahn-Station Elbbrücken geht verspätet an den Start

Ein Zug der S-Bahn Hamburg fährt durch die Station Elbbrücken in der Hafencity während letzte Arbeiten vor der Eröffnung erledigt werden. Mit einjähriger Verspätung soll die S-Bahn Haltestelle Elbbrücken der Linie S3/S31, die zwischen den Stationen Hammerbrook und Veddel direkt an der Elbe liegt, am 14.12.2019 symbolisch freigegeben werden.

Ein Zug der S-Bahn Hamburg fährt durch die Station Elbbrücken in der Hafencity während letzte Arbeiten vor der Eröffnung erledigt werden. Mit einjähriger Verspätung soll die S-Bahn Haltestelle Elbbrücken der Linie S3/S31, die zwischen den Stationen Hammerbrook und Veddel direkt an der Elbe liegt, am 14.12.2019 symbolisch freigegeben werden.

Foto: Christian Charisius/dpa

Neue Haltestelle kostete mehr Zeit und Geld als geplant. Nun wird sie freigeben – und soll den Verkehrsknoten Hauptbahnhof entlasten.

Hamburg. Mit einjähriger Verspätung hält die S-Bahn erstmals an der Hamburger Station Elbbrücken. Die Haltestelle der Linie S3/S31, die zwischen den Stationen Hammerbrook und Veddel direkt an der Elbe liegt, soll am Sonnabend um 12 Uhr symbolisch freigegeben werden. Tags darauf, vom Fahrplanwechsel an, halten die Züge dort dann regelmäßig. Die S3 verkehrt via Hamburg zwischen Stade (Niedersachsen) und Pinneberg (Schleswig-Holstein).

An einer Sonderfahrt zur Station nimmt am Sonnabend DB-Konzernvorstand Ronald Pofalla teil; die Deutsche Bahn betreibt die S-Bahn mit ihren sechs Linien und 147 Kilometern Schienennetz. Auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, sind mit an Bord.

Schwierigkeiten mit dem Baugrund

Ursprünglich sollte die S-Bahn-Station vor einem Jahr zusammen mit der gleichnamigen U-Bahn-Haltestelle der Linie 4 in Betrieb gehen. Das klappte wegen Schwierigkeiten mit dem Baugrund jedoch nicht, die Bauarbeiten verzögerten sich. Von der U-Bahn führt eine 65 Meter lange Fußgängerbrücke („Skywalk“) zur S-Bahnstation mit ebenfalls markant-geschwungener Dachkonstruktion. Hier können Pendler aus dem Süden mit Ziel Hafencity oder Jungfernstieg bereits umsteigen, was den Hamburger Hauptbahnhof entlasten würde.

Der gesamte Neubau war von dem renommierten Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner entworfen worden. Die Kosten für die S-Bahn waren von ursprünglich geplanten 43 Millionen Euro durch die Baugrundprobleme auf 70 Millionen Euro gestiegen. Die Finanzierung erfolge aus Regionalisierungsmitteln des Bundes, teilte eine Bahn-Sprecherin mit.

Die Hamburger Hochbahn als Betreiber der U-Bahn erwartete nach früheren Angaben, dass bis zu 18.000 Fahrgäste täglich den Umsteigeknoten am östlichen Rand der Hafencity nutzen werden. Von dort aus sollen mindestens 14.000 Arbeitsplätze und 2400 neue Wohnungen nach deren Fertigstellung zu Fuß erreichbar sein.

Infos rund um die S-Bahn-Linie S3:

  • Die S3 ist die längste S-Bahn-Linie in Hamburg: Das Streckennetz umfasst 75,3 Kilometer
  • Sie verbindet Pinneberg (Schleswig-Holstein) und Stade (Niedersachsen) miteinander und fährt dabei durch die Hamburger Innenstadt
  • Sie verfügt über 32 Stationen
  • Am Wochenende bietet die S3 einen Nachtverkehr an
  • Die Kennfarbe der S3 ist Lila

Wissenswertes zu den U-Bahn-Linien in Hamburg:

  • In Hamburg fahren aktuell vier U-Bahnlinien: Die U1, U2, U3 und U4 (Stand: 2019)
  • Das U-Bahn-System wurde 1912 in Betrieb genommen
  • Das Streckennetz umfasst 92 Stationen und hat eine Länge von circa 106 Kilometern
  • Die Hamburger U-Bahn ist nach Berlin die zweitälteste in Deutschland
  • 2021 soll der Bau der neuen U-Bahn-Linie U5 starten