Hamburg

Er war der Mann vom "Lütt'n Grill": Harry Schulz ist tot

Harry Schulz, Hamburger Jung, Imbiss-Wirt des "Lütt'n Grill" und Gründer der  Labskaus Society.

Harry Schulz, Hamburger Jung, Imbiss-Wirt des "Lütt'n Grill" und Gründer der Labskaus Society.

Foto: Andreas Laible / HA

Der Gastronom, der mit Grillhähnchen bekannt und später im Fernsehen berühmt wurde, starb im Alter von nur 59 Jahren.

Hamburg. Harry Schulz ist tot. Der Inhaber des Kult-Imbisses "Lütt'n Grill" an der Max-Brauer-Allee und aus dem "Sat.1-Frühstücksfernsehen" bekannter Imbisstester starb am Mittwoch im Alter von nur 59 Jahren.

Der geborene Hamburger und ehemalige Werbekaufmann wurde in Hamburg bekannt durch seinen Imbiss an der Max-Brauer-Allee: Die Kombination aus Liebe zu einfachen, aber leckeren Gerichten und der Persönlichkeit des Mannes hinterm Tresen machten den "Lütt'n Grill" schnell erst über die Grenzen von Altona und dann über die von Hamburg hinaus bekannt.

Harry Schulz kam zum Fernsehen – oder vielmehr umgekehrt

Anfang der 2000er kam Harry Schulz zum Fernsehen – oder vielmehr andersherum: Sat.1 engagierte den schlagfertigen Hamburger Jung als Tester kulinarischer Verrücktheiten und Imbisse. Ein Job, wie gemacht für ihn, obwohl seine große Koch-Liebe dem bodenständigsten aller bodenständigen Hamburger Gerichte galt: dem Labskaus.

Mit drei Freunden gründete Schulz vor rund einem Dutzend Jahren die "Labskaus Society", die inzwischen rund 500 Mitglieder zählt und nun ohne ihren Vordenker auskommen muss.

Vor drei Jahren überlebte Harry Schulz nur knapp einen Herzinfarkt

Vor drei Jahren hatte Harry Schulz nur knapp einen schweren Herzinfarkt überlebt. Er lag mehr als einen Monat im Koma, dann kämpfte er sich ins normale Leben zurück: Noch am Dienstag war Schulz einer der Gäste der Benefiz-Veranstaltung "Mehr als eine warme Mahlzeit".

Nur einen Tag später wurde Schulz tot aufgefunden, wie zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die "Hamburger Morgenpost" berichteten. Zur Todesursache ist noch nichts bekannt.