Rotherbaum

Club an der Alster wird 100: Mitglied kam sogar aus Hawaii

Charly Vogel (l.), mit Carsten Lütten, war aus Hawaii angereist.

Charly Vogel (l.), mit Carsten Lütten, war aus Hawaii angereist.

Foto: Witters

68 Jahre alter Professor für Biochemie war aus dem US-Bundesstaat im Pazifik in Hamburg für die Feierlichkeiten eingeschwebt.

Hamburg. Wenn jemand ein Hawaiihemd tragen durfte auf dem Empfang, mit dem der Club an der Alster am Donnerstagabend im Clubhaus an der Hallerstraße sein 100-jähriges Bestehen feierte, dann war es Charly Vogel. Schließlich war der 68 Jahre alte Professor für Biochemie aus dem US-Bundesstaat im Pazifik in Hamburg eingeschwebt – und damit das Mitglied unter den 270 Ehrengästen mit der weitesten Anreise. „Ich bin seit 1966 im Club, habe hier Hockey und Tennis gespielt, ehe ich 1999 nach Hawaii ausgewandert bin“, sagte Vogel, der sich monatlich das Vereinsmagazin per Post schicken lässt, um über seinen Club informiert zu bleiben.

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Alster-Präsident Carsten Lütten (62) hob in seiner Rede die emotionale Bindung hervor, die durch Menschen wie Charly Vogel gelebt werde. „Wir sind wirklich wie eine große Familie, die füreinander einsteht“, sagte er. Da klatschte auch Karl Ness Beifall. Der 84-Jährige war 26 Jahre lang bis 2012 Präsident des 3800 Mitglieder starken Traditionsclubs – und damit in übertragenem Sinne so lange Familienoberhaupt wie niemand vor ihm. Carola Meyer (69), Präsidentin des Deutschen Hockey-Bundes, würdigte Ness in ihrem Grußwort als „Instanz unseres Sports“. Als dann Sportstaatsrat Christoph Holstein (56) noch versprach, „die Anlage für den Sport zu erhalten und den 150. Geburtstag an dieser Stelle zu feiern“, war der Startschuss in eine feuchtfröhliche Nacht gegeben.