Mienenbüttel

Umstrittenes Tierversuchslabor LPT wird geschlossen

Der Blick auf das LPT-Labor in Mienenbüttel.

Der Blick auf das LPT-Labor in Mienenbüttel.

Foto: picture alliance/dpa

Laufende Versuche mit Tieren sollen noch beendet werden. Spätestens Ende Februar soll die Einrichtung außer Betrieb sein.

Neu Wulmstorf. Das umstrittene Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel soll geschlossen werden. Nachdem in der vergangenen Woche bereits 76 Affen aus der Einrichtung abtransportiert worden sind, wurden die LPT-Mitarbeiter nun darüber informiert, dass das Labor geschlossen wird.

Nach NDR-Informationen hat der Leiter des Tierversuchslabors seine Mitarbeiter in einem internen Schreiben über diesen Schritt in Kenntnis gesetzt. Darin steht, dass die laufenden Versuche noch beendet werden, aber der Betrieb bis Ende Februar eingestellt wird. Der Leiter des Labors kritisiert den Landkreis Harburg: Dieser habe dem "medialen Druck nicht standgehalten." Der Landkreis Harburg hatte Ende Oktober engere Kontrollen angekündigt. Auch ein Betriebsverbot solle geprüft werden.

Blutverschmierte Hunde, schreiende Affen

Tierschützer hatten nach Vorwürfen der Misshandlung von Tieren vehement die Schließung des Tierversuchslabors südlich von Hamburg gefordert. In dem Labor in Mienenbüttel sollen Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt worden sein.

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Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschleust und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt. In dem Labor sollen nach Angaben der Firma Auftragsstudien bei der Arzneimittelzulassung durchgeführt werden.

76 Affen waren bereits abtransportiert worden, zurück an den Lieferanten. Nach Informationen von Tierschützern wurden die Affen in die Niederlande gebracht.