Hamburg

Rathausmarkt: Sanierung der Glasarkaden beginnt

Die Pavillons der Rathausarkaden tragen sind 40 Jahre alt und müssen saniert werden (Archivbild)

Die Pavillons der Rathausarkaden tragen sind 40 Jahre alt und müssen saniert werden (Archivbild)

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

Bei dem Millionenprojekt sollen Denkmalschutz und technische Anforderungen befolgt und "böse Überraschungen" vermieden werden.

Hamburg. Der Rathausmarkt gehört zu den prominentesten Standorten in Hamburg. Dort stehen auch die unter Denkmalschutz stehenden bekannten grünen Rathausarkaden. Altersbedingt weisen sie erhebliche Schädigungen auf. Nach umfangreichen Voruntersuchungen und Planungen werden die Arkaden ab Ende September 2019 wieder instandgesetzt.

Es handelt sich dabei um vorbereitende Maßnahmen zur Umsetzung des bürgerschaftlichen Ersuchens für die Umgestaltung des Rathausmarktes. Zusammen mit Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, Sven-Olaf Schöpper, dem stellvertretenden Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte und Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, wurde der Beginn der Instandsetzungsarbeiten heute vor Ort vorgestellt.

Rathausmarkt soll Visitenkarte bleiben

„Die grünen Rathausarkaden mit ihrer markanten Architektur prägen das Bild des Rathausmarktes. Bald 40 Jahre alt sind sie mittlerweile dringend sanierungsbedürftig", sagte Finanzsenator Andreas Dressel. Die jetzt beginnende Sanierung sei ein erster sichtbarer Schritt zur Verschönerung und Umgestaltung des Rathausmarktes, mit der die Bürgerschaft den Senat beauftragt habe. "Der Rathausmarkt ist eine Visitenkarte unserer schönen Stadt, das soll er bleiben."

Die Abstimmungen über die Ausführung der Arbeiten an den denkmalgeschützten Rathausarkaden mit der Denkmalpflege, der Stadtplanung und dem Bezirk wären sehr konstruktiv gewesen, so Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH. "Die aufwendige Konstruktion hat es erforderlich gemacht, eine sehr gründliche Planungsphase durchzuführen, um im Bauverlauf keine Überraschungen zu erleben. Das Ziel ist, das Sicherungsnetz abschnittsweise durch ein neues helles Glasdach ersetzen zu können.“

Neuverglasung beginnt Anfang 2020

Die zwei getrennten Baukörper aus Stahl mit jeweils 12 mal 42 Meter überdachter Grundfläche wurden 1982 errichtet. Ihre Dachform besteht aus großen Tonnengewölben, die wiederum durch eine Vielzahl kleiner Arkaden beziehungsweise Nebentonnengewölben ergänzt werden. Die Fassadenebene der Arkade weist erhebliche Schädigungen auf. Bei der Sanierung müssen die Vorgaben des Denkmalschutzes, aber auch die aktuellen technischen Anforderungen erfüllt und möglichst wartungsarm realisiert werden.

Die Baustelleneinrichtung und die vorbereitenden Arbeiten haben im September begonnen, die Neuverglasung erfolgt von Anfang 2020 an, und die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2021 vorgesehen. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro.