Kreuzfahrtschiff

Fertigstellung der neuen "Costa Smeralda" verzögert sich

Verspätet sich: Die Costa Smeralda soll nun erst Ende November in See stechen.

Verspätet sich: Die Costa Smeralda soll nun erst Ende November in See stechen.

Foto: Costa Kreuzfahrten/dpa-tmn

Der Grund sollen Verzögerungen beim Bau in der Meyer-Werft sein. Die ersten Kreuzfahrten wurden abgesagt.

Hamburg. Schon wieder wird ein Kreuzfahrtschiff später fertig als geplant. Eigentlich sollte die "Costa Smeralda" am 3. November in der italienischen Stadt Savona getauft werden. Nun verzögert sich die erste offizielle Reise des Schiffes um einen Monat – erst am 30. November 2019 soll der Kreuzfahrtriese in Dienst gehen. Die ersten Reisen mit dem Luxusliner wurden deshalb abgesagt. Die Reederei teilte am Montag mit, alle Gäste schnellstmöglich darüber zu informieren. Passagieren, die bereits eine Kreuzfahrt mit Abfahrt vor dem 30. November gebucht haben, will Costa alternative Abfahrtsdaten ermöglichen.

Der Grund für den verschobenen Termin sind laut Costa Verzögerungen beim Bau in der Meyer-Werft im finnischen Turku. Die "Costa Smeralda" ist das erste Schiff der Reederei, das mit dem Flüssiggas LNG betrieben werden wird und soll Platz für 6600 Passagiere bieten. Der Treibstoff LNG ist ein großer Schritt weg vom umweltschädlichen Schweröl. Das Flüssiggas soll die Umweltbelastung minimieren. Der Ausstoß von Feinstaub und Schwefeloxiden wird dadurch nahezu vollständig vermieden, die Stickoxidemissionen sind geringer. Auch der Ausstoß des Klimagases CO2 soll reduziert werden.

Auch „Roald Amundsen“ und „Hanseatic nature“ später fertig als geplant

Dass sich die Fertigstellung von Kreuzfahrtschiffen verzögert, kommt häufiger vor. Erst im Juni musste die Jungfernfahrt der „Roald Amundsen“ der norwegischen Reederei Hurtigruten verschoben werden, da die Arbeiten an dem weltweit ersten Hybrid-Expeditionsschiff nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Ursprünglich sollte die Reise ab Hamburg in Richtung norwegische Fjorde starten.

Im März hatte die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd Cruises die für den 12. April geplante Taufe des Expeditionsschiffes „Hanseatic nature“ in Hamburg kurzfristig absagen müssen. Der Grund: mangelhafte Arbeiten in der Werft. Inzwischen sind sowohl die „Hanseatic nature“ als auch die „Roald Amundsen“ in den Dienst gestellt.