Hamburg

Innensenator Andy Grote wurde von Greta wachgerüttelt

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD)

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD)

Foto: Mark Sandten / HA

Trotz politisch dramatischer Lage sieht der SPD-Politiker nach den Landtagswahlen im Osten eine Zukunft für die Volksparteien.

Hamburg. Innensenator Andy Grote (SPD) wähnt Deutschland offenbar in einer dramatischen politischen Lage. „Wir befinden uns in einer Kampfsituation. Wir kämpfen um die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagte Grote am Dienstag ausweislich einer von der Innenbehörde bestätigten Pressemitteilung des PR-Veranstalters Guteleudefabrik. Die Firma organisiert auch Treffen von Politikern und Journalisten, die oft von Unternehmen gesponsert werden. Dazu gehört der „Nklub“, der sich mit Themen der Nachhaltigkeit beschäftigt und bei dem Grote zu Gast war.

Trotz des schlechten Abschneidens der Volksparteien sieht der Innensenator demnach eine Chance, diesen Kampf zu gewinnen. „Am Ende hatte immerhin in beiden Bundesländern die regierende Volkspartei es noch ein Stück weit abgefangen. Das zeigt, dass noch eine Chance besteht, etwas entgegenzusetzen.“ Gefährlich sei es allerdings, dass Menschen aus den neuen Bundesländern das Gefühl hätten, nicht im gesamtdeutschen politischen Diskurs vorzukommen. „Damit müssen wir schon ernsthaft umgehen“, so Grote.

Initiativen wie Fridays for Future rütteln am Selbstverständnis

Auch zum eigentlichen Thema Nachhaltigkeit äußerte sich Grote. „Wir hatten das Gefühl, in Deutschland passiert doch schon ganz viel, und wir sind Vorreiter“, so der SPD-Politiker. Initiativen wie Fridays for Future hätten allerdings an diesem Selbstverständnis gerüttelt. „Dadurch hat es auch bei mir eingesetzt, mich wieder mehr damit zu beschäftigen, so Grote“.

Seine Innenbehörde sei dabei auf dem richtigen Weg. „Wir nehmen europaweit den ersten mit Wasserstoff betriebenen Streifenwagen in Betrieb“, so Grote. Außerdem habe die Innenbehörde die Idee, gemeinsam mit einem traditionellen Segelclub die Alster CO2-frei zu machen.

Mit Blick auf die G-20-Krawalle betonte Grote, dass man „keinen direkten Bezug zur Roten Flora festgestellt“ habe. Forderungen nach der Räumung der Flora seien daher „reine politische Brandstifterei“ gewesen.