S-Bahn

Wellingsbüttel: Defekter Aufzug sorgt für Ärger

CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering

CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering

Foto: Klaus Bodig / HA

Der neue Aufzug, der einen barrierefreien Zugang zur S-Bahn ermöglichen soll, sollte eigentlich bereits im Juni in Betrieb gehen.

Hamburg. Der neue Fahrstuhl an der S-Bahn-Station Wellingsbüttel ist auch weiterhin nicht funktionsfähig. Das hat der Senat auf Nachfrage des CDU-Verkehrspolitikers Dennis Thering eingeräumt. Der neue Aufzug, der einen barrierefreien Zugang zur S-Bahn auch für Menschen mit Behinderung oder Kinderwagen ermöglichen soll, sollte eigentlich bereits im Juni in Betrieb gehen. Allerdings seien bei der Abnahme im Juni „gravierende Mängel“ festgestellt worden, die die zuständige Deutsche Bahn „mit Hochdruck“ bearbeite, schrieb der Senat bereits Anfang Juli.

Fast zwei Monate später allerdings hat sich offenbar in Sachen Aufzug immer noch nichts getan – in einer neuen aktuellen Antwort wiederholte der Senat lediglich, dass die Bahn weiter unter „Hochdruck“ an einer Lösung arbeite. Eine neue Abnahme des Fahrstuhls sei nun für Oktober geplant.

Anlass der Beanstandungen war nach Angaben des Senats, dass der Notruf und die „Notfahrt“ bei dem Gerät nicht funktionierten und der Aufzug zu stark vibrierte. Sobald die Aufzugsfirma die Probleme beseitigt habe, werde es eine neue Prüfung geben, hieß es.

Wellingsbüttler warten seit Jahrzehnten

Für CDU-Verkehrspolitiker Dennis Thering ist die monatelange Verzögerung nicht akzeptabel. „Seit vielen Jahrzehnten warten die Wellingsbüttler auf einen barrierefreien Zugang zu ihrem S-Bahnhof. Gerade ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen haben immer wieder Probleme, den Bahnsteig zu erreichen“, so Thering. „Nach vielen Jahren ist es jetzt endlich gelungen, den Senat und die Deutsche Bahn von der Notwendigkeit eines Fahrstuhls zu überzeugen.

Dass es bei der Abnahme jetzt zu gravierenden Mängeln an dem Fahrstuhl gekommen ist und sich dadurch die Inbetriebnahme verzögert, ist mehr als ärgerlich. Dass sich die Reparaturen nun aber bis mindestens Oktober hinziehen sollen, ist nicht zu akzeptieren.“ Dabei kritisierte der CDU-Politiker auch, dass seit Wochen niemand an der Sache arbeite. Jedenfalls seien „keine Bautätigkeiten zu beobachten“, so Thering. Der Senat dagegen hatte darauf verwiesen, dass vor allem nachts gearbeitet werde, wenn die S-Bahnen nicht führen.