Winterhude

Hamburgs neuer Radschnellweg ist fertig

Thorsten Schmidt (Grüne) auf dem neuen Radschnellweg der Veloroute 5N

Thorsten Schmidt (Grüne) auf dem neuen Radschnellweg der Veloroute 5N

Foto: Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord)

Auf mehr als 1,5 Kilometern gibt es weder Ampeln, Fußgänger noch Autos. Aber es gibt einen Schönheitsfehler.

Winterhude. Keine Ampel, keine Autos, keine Fußgänger – diese für Radfahrer paradiesischen Zustände können sie jetzt auf dem neuen Radschnellweg zwischen dem Stadtpark Hamburg und dem Alsterdorfer Markt erleben. Mehr als einen Kilometer lang ist die Strecke, die am Neubau-Quartier „Pergolenviertel“ entlangführt und kommende Woche offiziell eröffnet wird.

Der Abschnitt ist Teil der Veloroute 5 N, dem Nord-Zweig der Veloroute 5, der die Routen 4 (City bis Langenhorn) und 5 (City bis Duvenstedt oder Flughafen) verbindet. Die Veloroute 5 teilt sich auf Höhe des Barmbeker Bahnhofs. Der neue Radschnellweg, der ein Teilstück der Flughafenstrecke ist, führt nun vom nördlichen Ende er Saarlandstraße unter der Jahnbrücke hindurch, zwischen City Nord und Pergolenviertel entlang, unter der Hebebrandstraße hindurch bis zur Ampel, die in Höhe des gleichnamigen U-Bahnhofs über die Sengelmannstraße führt.

Vorfahrtsregelung am Dakarweg fehlt

„Rechnet man die Anschlussstrecken zwischen Alter Wöhr und Alsterdorfer Markt ein, kann man hier Richtung Norden zwei Kilometer am Stück Radfahren, ohne einer Ampel zu begegnen, Richtung Süden sind es 1,4 Kilometer“, freut sich Thorsten Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen in Hamburg-Nord. Für einen „echten“ Radschnellweg fehle jedoch am Dakarweg noch eine Vorfahrtsregelung für die Veloroute. Diese sei bisher jedoch durch die Innenbehörde verhindert worden.

Aus Sicht des ADFC ist der Dakarweg, der das Pergolenviertel erschließt, „nur eine kleine Nebenstraße“, die Veloroute dagegen die Haupt-Fahrradverbindung in dem Gebiet. „Aus unserer Sicht ist es ein ganz falsches Zeichen, die Erschließungsstraße der Veloroute nicht unterzuordnen“, schreibt die Gruppe auf ihrer Website. Darüber hinaus moniert sie die vielen Kurven auf der Strecke – und dass weder Kontaktschleifen noch Infrarotsensoren eingesetzt wurden, um Radfahrern weitreichende Vorfahrtsmöglichkeiten zu gewähren.