Tarifstreit

Warnstreik im Hamburger Hafen – Staus befürchtet

Mit Containern beladene Lastwagen stauen sich auf der Köhlbrandbrücke (Symbolfoto).

Mit Containern beladene Lastwagen stauen sich auf der Köhlbrandbrücke (Symbolfoto).

Foto: dpa Picture-Alliance / Christian Charisius / picture alliance / dpa

Tochter der Reederei MSC zahlt unter Hafentarif. Arbeitsniederlegung könnte zu starken Verkehrsbehinderungen führen.

Hamburg. Warnstreik im Hamburger Hafen: Die Gewerkschaft Ver.di hat die rund 70 Beschäftigten der Firma Medrepair für Mittwoch zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Die Bezahlung der Mitarbeiter liege deutlich unter des im Hamburger Hafen geltenden Hafentarifs, teilte die Gewerkschaft mit. Das Unternehmen kümmert sich um die Reparatur von beschädigten Containern. Es ist eine eine Tochtergesellschaft der zweitgrößten Reederei der Welt, MSC.

Ver.di hat bereits im Frühjahr Entwürfe zur Lösung des Problems vorgelegt und das Unternehmen zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert. „Ziel ist unter anderem, in mehreren Schritten das Niveau des Hafentarifes zu erreichen und eine Lohntabelle zu vereinbaren“, heißt es von Seiten der Gewerkschaft.

Engpässe könnten zu Staus führen

Das Unternehmen wolle aber lediglich mit dem Betriebsrat verhandeln, so Ver.di weiter. Diesem sei der Entwurf eines Tarifvertrages der Geschäftsführung übersandt worden, der teilweise sogar Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen beinhalte oder die derzeit gezahlten Löhne festschreiben wolle.

Die Arbeitsniederlegung der Beschäftigten bei Medrepair könnte im Hafen sichtbare und spürbare Folgen haben: "Werden die Lkw, die die beschädigten Container täglich zum Unternehmen bringen, einen Tag lang nicht abgefertigt, dürfte der Lkw-Stau in Waltershof bis weit auf die Dradenaustraße reichen", heißt es bei Ver.di.

Der Warnstreik hat um 6 Uhr begonnen, um 11 Uhr ist eine Kundgebung geplant.