Einschulung

"Unverantwortlich": Debatte um abgelehnte Erstklässler

Kämpfen weiter: Sandra und Lars-Oliver Gössel, Tochter Leonie.

Kämpfen weiter: Sandra und Lars-Oliver Gössel, Tochter Leonie.

Foto: Andreas Laible

21 Kindern wurde der Erstwunsch für eine Niendorfer Grundschule nicht erfüllt. Betroffene Mutter: "Es stehen genügend Räume leer."

Hamburg.  Der Weg zur Wunschschule bleibt der sechsjährigen Leonie aus Niendorf verwehrt. Doch die betroffenen Eltern wehren sich und haben sich an den Eingabenausschuss der Bürgerschaft gewandt. Unterstützung bekommen sie von der Politik. „Die Entscheidung der Schulbehörde, keine dritte erste Klasse am Sachsenweg einzurichten, war und ist absolut unverständlich. Schließlich soll laut Schulentwicklungsplan perspektivisch eine dritte erste Klasse eingerichtet werden“, sagt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Birgit Stöver.

Wie berichtet, hat Leonie die Vorschule der Grundschule Sachsenweg besucht und sollte dort nach dem Wunsch ihrer Eltern auch eingeschult werden: Die Familie wohnt 646 Meter von der Schule entfernt. Doch weder Leonie noch andere ihrer Freunde aus der Vorschule wurden dort angenommen.

Eingabenausschuss der Bürgerschaft

21 Kindern konnte dort der Erstwunsch nicht erfüllt werden. Sie wurden auf andere Grundschulen im Stadtteil verteilt. Die Eltern fordern die Einrichtung einer weiteren ersten Klasse. „Es stehen genügend Räume leer“, so Leonies Mutter Sandra Gössel.

Birgit Stöver: „Dort oder an der Nachbarschule stehen erwiesenermaßen entsprechende Räume zur Verfügung. Unverantwortlich ist, dass die Entscheidung nun auch noch gedeckelt und eine Auseinandersetzung damit immer weiter hinausgezögert wird, bis es schlussendlich zu spät ist und die Kinder auf einer anderen Schule eingeschult worden sind. Das ist Verzögerungstaktik auf Kosten der Kinder.“

Am 12. August wird sich der Eingabenausschuss der Bürgerschaft mit dem Thema befassen.