Provokation

187 Strassenbande: Rapper Gzuz mit Hitler-Gruß

Der Rapper "Gzuz", der Künstler-Name leitet sich ab von Ghetto-Zeug unzensiert.

Der Rapper "Gzuz", der Künstler-Name leitet sich ab von Ghetto-Zeug unzensiert.

Foto: imago/Jan Huebner

Hamburger Skandalmusiker muss für Beleidigung bei der Grenzkontrolle am Frankfurter Flughafen Strafe bezahlen.

Frankfurt/Main. Der Sänger der 187 Strassenbande hat sich wieder einmal mit der Polizei angelegt. Gzuz, mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauß, rief den Polizisten bei der Grenzkontrolle am Flughafen in Frankfurt "Heil Hitler" zu und muss nun dafür zahlen. Wegen des Verwendens von Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation und Beleidigung hat der Hamburger einen Strafbefehl über 115 Tagessätze à 70 Euro kassiert, muss also 8050 Euro überweisen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

In Hamburg Strafbefehl wegen Beamtenbeleidigung

Auch bei den Hamburger Ermittlern ist Gzuz, Mitglied der Hip-Hop-Gruppe mit Hits wie "Wolke 7", bestens bekannt. Der Musiker hat die Provokation der Staatsgewalt zu seinem (PR-) Programm gemacht und trägt die Worte "Fuck Cops" auf den Schultern tätowiert. Gzuz saß bereits wegen räuberischen Diebstahls im Gefängnis, zuletzt kassierte er auch in Hamburg erneut einen Strafbefehl wegen Beamtenbeleidigung. Gegen das Schnellverfahren reichte er allerdings Beschwerde ein, sodass es hier bald zu einer wahrscheinlich öffentlichkeitswirksamen Hauptverhandlung gegen den Rapper kommen wird.