187 Strassenbande

Falsche Rezepte vom Hausarzt: So reagiert Gzuz auf Razzia

Auch bei dem 187-Strassenbande-Mitglied Gzuz, der in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit der Polizei hatte, rückte die Polizei am vergangenen Dienstag an (Archivbild).

Auch bei dem 187-Strassenbande-Mitglied Gzuz, der in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit der Polizei hatte, rückte die Polizei am vergangenen Dienstag an (Archivbild).

Foto: imago images / Eibner

Die Polizei hatte diese Woche die Wohnung des Gangsta-Rappers von 187 Strassenbande gestürmt. Nun hat Gzuz ein Video gepostet.

Hamburg. Querelen mit der Polizei sind dem Hamburger Gangsta-Rapper Gzuz von 187 Strassenbande nicht fremd – 13 Vorstrafen stehen in seiner Akte. Vergangenen Dienstag hatten Beamte morgens um 6 Uhr die Wohnung des 30-Jährigen gestürmt. Zeitgleich stattete die Polizei einem Hausarzt aus Barmbek und Mitgliedern der Rockerbande Hells Angels einen Überraschungsbesuch ab. Der Grund: Der Arzt soll Gzuz und mehreren Rockern ohne medizinischen Grund "Gefälligkeitsrezepte" ausgestellt haben.

Nun hat der Skandal-Rapper Gzuz auf die Razzia reagiert. Auf Instagram postete er ein Video, in dem er seine ramponierte Eingangstür zeigt. In dem kurzen Film echauffiert er sich über die Aktion vom Dienstag und bietet der Polizei an, das nächstes Mal einfach zu klingeln, wenn sie ein Rezept sehen will.

So reagiert Gzuz auf die Razzia:

Rezepte auf "Zuruf" und falsche Atteste

Am Dienstagmorgen hatten die Beamten acht Häuser, darunter die Arztpraxis in Barmbek-Süd, ein Tattoostudio bei Hannover und die Wohnung des Hamburger Rappers durchsucht. Dabei wurden Unterlagen und Mobiltelefone sichergestellt. Auch eine kleinere Menge Marihuana wurde gefunden.

Bei den bereits länger andauernden Ermittlungen geht es um Rezepte auf "Zuruf" und falsche Atteste. Zwei 30 und 37 Jahre Hells Angels sollen Abnehmer gewesen sein. Die Lebensgefährtin von einem der Männer und eine Frau, die ebenfalls dem Rockermilieu zugerechnet wird, waren – so die Erkenntnisse der Polizei – bei dem Arzt und haben sich Risikoschwangerschaftsbescheinigungen geben lassen, die sie bei ihren Arbeitgebern vorlegten. Tatsächlich sollen die Schwangerschaften bei beiden normal verlaufen sein. So konnten sie über Monate zu Hause bleiben und weiter Geld kassieren.