Eimsbüttel

Baustelle Bogenstraße – Autos und Radler auf Kollisionskurs

Radfahrer und Autofahrer geraten durch die schwierige Situation aneinander (Symbolfoto).

Radfahrer und Autofahrer geraten durch die schwierige Situation aneinander (Symbolfoto).

Foto: Imago

Die Fahrbahn an der Bogenstraße ist stark verengt. Einbahnstraßenregelung gilt aber nur für Autos, nicht für Radfahrer

Hamburg. Es ist eng, sehr eng an der Bogenstraße in Eimsbüttel: Weil Hamburg Wasser zwischen der U-Bahn-Brücke und dem Kaiser-Friedrich-Ufer Sielbauarbeiten durchführt, ist noch bis Ende Oktober für Autofahrer eine Einbahnstraße eingerichtet. An manchen Stellen ist die Strecke entlang der Baustelle kaum mehr als 3,50 Meter bis vier Meter breit.

Trotzdem ist der Engpass für Fahrradfahrer in beide Richtungen freigegeben. Dadurch kommt es an der Bogenstraße immer wieder zu gefährlichen Situationen. Radfahrer fühlen sich von den Autofahrern zur Seite gedrängt, manche fahren lieber über den Bürgersteig, um dem Problem zu entgehen. Knapp drei Meter breite Linienbusse kommen an der Bogenstraße kaum durch. Zuerst hatte die "Bild"- Zeitung über die Probleme berichtet.

Ein Unfall an dem Engpass

Seit Einrichtung der Baustelle hat sich laut der Polizei auch schon ein Unfall an dem gefährlichen Engpass ereignet. Eine Radlerin sei durch die unübersichtliche Situation unsicher geworden und gestürzt. Ein Auto fuhr gegen das am Boden liegende Rad, verletzt wurde zum Glück niemand.

Ändern will die Polizei an der schwierigen Situation aber nichts. "Bei einer Mindestbreite der Fahrbahn von 3,50 Metern und einer Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h gilt in Hamburg die Regel, dass eine Einbahnstraße von Radfahrern in beide Richtungen benutzt werden darf", sagt Polizeisprecher Daniel Ritterskamp dem Abendblatt. "Alle Verkehrsteilnehmer müssen Rücksicht aufeinander nehmen. Das ist die wichtigste Regel im Straßenverkehr überhaupt."

( bob )

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