Hamburg

Unfallklinik Boberg: Fläche für Neubau in Bergedorf gefunden

Unfallklinik Boberg mit einem Neubau aus dem Jahr 2008.

Unfallklinik Boberg mit einem Neubau aus dem Jahr 2008.

Foto: BGZ / Kim Nadine Meyer

Die Stadt reserviert ein zehn Hektar großes Grundstück nahe der Autobahn. Doch auch eine Modernisierung der Klinik kommt in Frage.

Hamburg. Für einen möglichen Neubau des Unfallkrankenhauses Boberg hat die gesetzliche Unfallversicherung als Eigentümerin offenbar einen Standort gefunden. Ein zehn Hektar großes Areal am Curslacker Neuer Deich in Bergedorf kommt demnach für das Großprojekt infrage. Ob tatsächlich neu gebaut wird, soll aber erst in einem Jahr feststehen.

Wie NDR 90,3 weiter berichtet, ist auf dem Grundstück nahe der A 25 der Bau eines Innovationsparks auf 20 Hektar geplant, die Hälfte der Fläche habe die Stadt nun für das Krankenhaus reserviert. Rund um die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der Klinik hat die Eigentümerin eine Machbarkeitsstudie für den neuen Standort des Krankenhauses in Auftrag gegeben. Es wäre der zweite Neubau eines Krankenhauses in den kommenden Jahren. Denn auch die Asklepios Klinik Altona soll neu errichtet werden.

Wie berichtet, kommt auch eine Modernisierung des bisherigen Standorts in der Boberger Niederung in Betracht, der inzwischen aus allen Nähten platzt. 2018 wurden in Boberg mehr als 12.500 Patienten stationär – davon rund 670 Patienten der Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung (BGSW) – und mehr als 27.500 Patienten ambulant behandelt.

Unfallklinik Boberg hat 2500 Mitarbeiter

Mit seinen neun Fachabteilungen sorgt es als überregionales Traumazentrum für die Versorgung von Schwerverletzten im Akutbereich, in der Rehabilitation und der ambulanten Behandlung. Spezialbereiche sind nach eigenen Angaben das Zentrum für Schwerbrandverletzte, das Neurotraumatologische Zentrum, die Abteilung für Septische Unfallchirurgie, das Zentrum für Rehabilitationsmedizin und Deutschlands größtes Querschnittgelähmten-Zentrum.

Mehr als 2500 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten in Hamburg, St. Peter-Ording und in den externen Abteilungen im norddeutschen Raum interdisziplinär zusammen.

( ras )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg