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7000 Tonnen Hamburg zu Besuch in Hamburg

Die Fregatte Hamburg als Fotoobjekt.

Die Fregatte Hamburg als Fotoobjekt.

Foto: imago stock&people

Eine besondere Fregatte der Deutschen Marine kommt in ihre Patenstadt. Für interessierte Besucher ist der Eintritt frei.

Hamburg. Gute Nachrichten für Schiffsfans: Am Donnerstag, den 23. Mai, wird die Fregatte Hamburg gegen 14 Uhr an der Überseebrücke festmachen und kurz darauf bei einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus offiziell von der Stadt Hamburg begrüßt werden. Anlass für den Besuch in der Hansestadt ist die 15-jährige Indienststellung des Schiffes, das zur Sachsen-Klasse gehört.

Das Schiff der Deutschen Marine hat in seinen 15 Dienstjahren eine Fahrtstrecke von 330.000 Seemeilen zurückgelegt. Das entspricht 610.000 Kilometer – oder einfacher gesagt: einmal zum Mond und zurück. Es besuchte 36 Länder auf allen Kontinenten und hat mehrmals an mandatierten Auslandseinsätzen, NATO-Verbänden, nationalen und internationalen Manövern teilgenommen sowie die Luftverteidigung für US-amerikanische Flugzeugträger gestellt.

Überseebrücke als Zwischenstation

Der am weitesten südlich gelegene Besuchshafen der Fregatte ist Kapstadt in Südafrika, Bergen (Norwegen) der Nördlichste. Das mit Baunummer 335 von der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG gebaute Kampfschiff wird bis Montag, 27. Mai, 10 Uhr, an der Überseebrücke liegen, und sich dann auf den Weg in den Heimathafen Wilhelmshaven machen.

„Meine Besatzung hat in den vergangenen 12 Monaten ein forderndes Ausbildungsprogramm gemeistert“, sagt Kommandant Christian Herrmann. „Wir freuen uns darauf, nach vier Jahren wieder mit der Hamburg-Flagge im Topp die Elbe raufzufahren. Das passt gut zum 15. Geburtstag des Schiffes und der seitdem bestehenden Patenschaft zur Hansestadt“, erläutert der 42-Jährige.

Einsatz in der Ostsee

Wenn die Fregatte nun in Hamburg einläuft, kommt sie direkt von einem Flugkörperschießen in der Ostsee zurück. Das 7200 Tonnen verdrängende Schiff ist 143 Meter lang und hat mehr als 200 Männer und Frauen Besatzung. Als Luftverteidigungsfregatte ist das Schiff in der Lage, auch andere Schiffe gegen Luftbedrohungen zu verteidigen – beispielsweise in einem Flugzeugträger-Verband.

Mit ihren überlegenen Sensoren kann die Fregatte riesige Gebiete überwachen. Das Schiff kann Bedrohungen auf und unter dem Wasser bekämpfen und setzt dazu sowohl Flugkörper, Rohrwaffen und Torpedos ein.

Besichtigung möglich

Interessierte können das Schiff besichtigen: Am Freitag, 24. Mai 2019, 14.00 bis 16.00 Uhr (letzter Einlass: 15.30 Uhr) und Sonnabend, 25. Mai 2019, 12.00 bis 16.00 Uhr (letzter Einlass: 15.30 Uhr) Ort: Überseebrücke, Eintritt frei.