Food Sky

Besteckdiebe in Europa Passage: Nun gibt es Plastikgabeln

Im Food Sky der Europa Passage gibt es derzeit nur Einwegbesteck.

Im Food Sky der Europa Passage gibt es derzeit nur Einwegbesteck.

Foto: Maria Weigl

Im Food Sky der Europa Passage verschwinden Messer und Gabeln in den Taschen der Gäste. Schaden von 4000 Euro entstanden.

Hamburg.  Im Food Sky der Europa Passage in der Innenstadt müssen die Gäste jetzt wieder mit Einwegbesteck essen. Grund dafür ist ein Engpass in den Besteckbeständen. Während die einen Handtücher und Bademäntel in Hotels einstecken, lassen andere offenbar Messer und Gabeln in ihren Taschen verschwinden. „Die Leute finden das Besteck anscheinend so schön, dass sie es mitgehen lassen“, sagt Center-Manager Jörg Harengerd.

Wie eine Mitarbeiterin des Fish & Grill sagte, habe sich die Anzahl der Besteckteile von über 2000 auf eine Handvoll Löffel reduziert. Auf 3000 Quadratmetern werden im Food Sky Speisen aus aller Welt angeboten. Bis zu 10.000 Kunden am Tag zählt das Center-Management.

EU will Wegwerfprodukte von 2021 an verbieten

Gäste, die regelmäßig kommen, haben es verwundert festgestellt – in vielen Restaurants gibt es derzeit nur Einwegbesteck. Dabei ist Plastikbesteck problematisch, die EU will Wegwerfprodukte von 2021 an verbieten. Um die Engpässe zu überbrücken, sei man aber auf den Einwegersatz angewiesen, sagt Harengerd. Allerdings sei das nur eine Übergangslösung: „Neues Besteck aus Metall ist schon bestellt.“

„Mir ist auch aufgefallen, dass es nun Einwegbesteck gibt und es schmeckt mir damit nicht“, sagt Claudia Renger, die im Food Sky zu Mittag isst. Ein anderer Gast beklagt, er könne damit seine Nudeln nicht richtig umrühren. Allerdings sind viele Gäste durchaus an den Gebrauch von Einwegbesteck gewöhnt, denn der Food Sky bietet ein breites „To Go“-Angebot.

Schaden von 4000 Euro

Doch wie umgehen mit dem diebischen Verhalten einiger Besucher? „In eineinhalb Jahren ist ein Schaden von 4000 Euro entstanden“, sagt Harengerd.

Der Besteckschwund werde sich allerdings auch künftig nicht verhindern lassen. Als mögliche Lösung sei über Pfand für das Besteck nachgedacht worden, dies sei jedoch keine kundenfreundliche Lösung, sagt der Center-Manager. Das Management habe deshalb beschlossen, in Zukunft mehr Besteck zu bestellen, um den Schwund auszugleichen.