Tourismus

Rekord: 14,5 Millionen Übernachtungen in Hamburg

Die Elbphilharmonie samt Plaza ist weiterhin ein Touristenmagnet.

Die Elbphilharmonie samt Plaza ist weiterhin ein Touristenmagnet.

Foto: Marcelo Hernandez

Auch die Zahl der Gäste ist gegenüber des Vorjahres gestiegen. Aus welchen Ländern die meisten Touristen kommen.

Hamburg. Der Tourismus in Hamburg ist weiterhin im Aufwind: Im vergangenen Jahr konnten nach Abendblatt-Informationen rund 14,52 Millionen Übernachtungen verzeichnet werden. Das ist eine Steigerung von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Gäste stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent. Die Dänen belegten 2018 mit mehr als 392.000 Übernachtungen den ersten Platz unter den ausländischen Gästen. Auf dem zweiten Platz folgten die Schweiz mit rund 372.500 Übernachtungen und auf dem dritten Rang die Engländer mit rund 344.800 Übernachtungen. Der Anteil der ausländischen Gäste lag bei rund 25 Prozent. Durchschnittlich blieben die Gäste 2 Tage in der Hansestadt.

FDP: Tourismuswachstum unterdurchschnittlich

Kritik kam von der FDP-Bürgerschaftsfraktion. „Das Hamburger Tourismuswachstum ist im Vergleich zu anderen attraktiven Metropolen in Deutschland unterdurchschnittlich und bleibt damit hinter seinen Möglichkeiten zurück“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Kruse.

Offenkundig gelinge es Städten wie München derzeit besser, vom wachsenden Markt des Städtetourismus zu profitieren. „Dem rot-grünen Senat sollte das eine Warnung sein“, so der FDP-Politiker. „Die über Jahre ausgesessene Strukturreformen bei der Hamburg Tourismus GmbH (HHT) behindert die Tourismusentwicklung.“ Die FDP fordert: „Senator Westhagemann muss die HHT zu einer digitalen Tourismusagentur umbauen, bevor das alte Geschäftsmodell vollständig in sich zusammenbricht.“

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) kündigte an, dass es ein Ziel sein sollte, die 50-Prozent-Marke bei den ausländischen Gästen zu knacken. "Dann könnten wir auch mit anderen deutschen Metropolen wie München oder Berlin mithalten", sagte er. "Natürlich können wir das Ziel nur erreichen, wenn wir internationale Flugverbindungen von Hamburg zum Beispiel in die USA oder China bekommen." Hagemann: "Dazu müssen wir intensive Gespräche mit den Airlines führen und für Hamburg werben.“