Sportstadt Hamburg

Sportpark Bahrenfeld nach einigem Hickhack eröffnet

Christoph Holstein eröffnete die neue Sportanlage.

Christoph Holstein eröffnete die neue Sportanlage.

Foto: Marcelo Hernandez

Die 45.000 Quadratmeter große Anlage mit fünf Spielfeldern an der Baurstraße ist nun eröffnet. Neue Heimat für verschiedene Vereine.

Hamburg.  Nicht nur „danke“, sondern auch „endlich“ waren die häufigsten Wörter in allen Reden, als am Sonnabend der Sportpark Bahrenfeld nach monatelangem Hickhack eröffnet wurde. Die Erleichterung darüber war jedenfalls allen Beteiligten deutlich anzumerken. Rund 1000 Gäste hatten sich vor Ort eingefunden, und die neuen Fußballplätze wurden auch sofort eingeweiht.

Wie berichtet, sollte die hochmoderne, rund 12,5 Millionen teure Sportanlage an der Baurstraße eigentlich schon im vergangenen Dezember eröffnet werden. Kurz vor dem Startschuss hatte sich dann aber herausgestellt, dass ein Stromkabel für die elektrische Erschließung der Anlage fehlte. Das dadurch in die Kritik geratene Unternehmen Stromnetz Hamburg hatte die Alleinschuld zurückgewiesen und auf die aufwendigen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Autobahndeckel über die A 7 verwiesen, die unmittelbar neben der Sportanlage verläuft. Aktuell wird eine Trasse aus dem Bestand für die Stromversorgung genutzt.

Eines der größten Sport-Bauprojekte

Von Schuldzuweisungen wollte Staatsrat Christoph Holstein (SPD) am Sonnabend nichts mehr hören. „Als sich das Problem zeigte, haben sich alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt, schnell beraten und auch schnell eine Lösung gefunden.“ Das Projekt sei immerhin eines der größten Sport-Bauprojekte Hamburgs, der Zeitplan von Anfang an „sehr ambitioniert“ gewesen. Der Sportpark habe nun eine sehr gute Perspektive, den Sport „in die Fläche“ zu bringen.

Was in rund vierjähriger Bauzeit vor Ort zustande kam, kann sich sehen lassen: Auf rund 45.000 Quadratmetern gibt es unter anderem drei Großspielfelder und zwei kleinere Spielfelder, allesamt mit Kunststoffrasen belegt. Ein weiteres Feld soll nach Fertigstellung des Deckels entstehen. Außerdem gehören eine Leichtathletik-Anlage und ein Gymnastikraum zum Angebot.

Neue Wohnungen auf altem Sportplatz

Für die Finanzierung wurden die bisherigen Sportanlagen Wichmann­straße, Trenknerweg und Othmarscher Kirchenweg aufgegeben und für Wohnungsbau frei gemacht. Die betroffenen Vereine, darunter Altona 93 (AFC) und der Bahrenfelder Sportverein 1919 (BSV), die sich auch an der Finanzierung des Bahrenfelder Sportparks beteiligt haben, finden jetzt an der Baurstraße eine neue sportliche Heimat. Zu den Einrichtungen vor Ort gehören neben einem Gastronomiebetrieb entsprechend auch zwei Geschäftsstellen.

„Wir bieten eine sportliche Heimat für Kinder und Erwachsene aus 30 Nationen“, sagte Dirk Barthel, Vorsitzender von Altona 93. Und Ralph Boeddeker, Erster Vorsitzender des Bahrenfelder Sportvereins, ergänzte: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Der BSV feiert, passend zur Eröffnung, in diesen Tagen sein 100-jähriges Bestehen. Altonas Bezirksamtsleiterin Liane Melzer (SPD) nannte es bemerkenswert, dass sich mehrere Vereine zusammengefunden hätten. Das sei angesichts immer knapper werdender Flächen zukunftsweisend.