Kofookoo

Hier serviert Hamburgs erster Restaurant-Roboter

Feiyan (r.) und Feiliang Wu mit dem Serviceroboter

Feiyan (r.) und Feiliang Wu mit dem Serviceroboter

Foto: Jonas Backhaus / HA

Innenstadt-Asiate investiert Tausende Euro in einen digitalen Kellner. Das Lokal ist wahrer Vorreiter in Sachen Innovation.

Hamburg.  Es ist schon 15 Jahre her, dass Feiyan Wu in einem Restaurant in Amsterdam von einem Mitarbeiter der etwas anderen Art bedient wurde. Statt schnellen Schrittes näherte sich der Kellner auf Rädern. Dass sie eine solche Servicekraft selbst einmal einstellen würde, hatte sie schon damals im Hinterkopf. Zusammen mit ihrem Bruder Feiliang hat sie Donnerstagabend ihr Restaurant Kofookoo in der Perle Hamburg (ehemals Landesbankgalerie) am Gerhart-Hauptmann-Platz eröffnet – eine Filiale des gleichnamigen Restaurants in der Rindermarkthalle.

Das Lokal, das mit seinen kleinen unterschiedlichen Speisen dem Konzept einer spanischen Tapas-Bar ähnelt, ist ein wahrer Vorreiter in Sachen Innovation. Auf einem Tabletcomputer geben die Gäste ihre Bestellung ein. Zu einem festen Preis kann die digitale Speisekarte herauf und herunter bestellt werden. Da Gäste so auf bis zu 20 verschiedene Gerichte pro Kopf kommen können, habe man sich mit dem „besonderen Mitarbeiter“ eine „kleine zügige Aushilfe“ angeschafft.

In der Regel nehmen sich die Gäste ihre Bestellung selbst vom Tablett:

Preis liegt bei mehr als 8000 Euro

„Es ist eben ein sehr personalintensives Konzept“, sagt Wu. Der in China hergestellte Roboter ähnelt einem fahrenden Regal. Die jeweiligen Standorte und Routen zu den Tischen sind in seinem System eingespeichert, sodass er durch die entsprechende Eingabe der Tischnummer zu den hungrigen Gästen losgeschickt werden kann.

„Neben seiner Unterstützung im Service ist er natürlich auch ein zusätzliches Entertainment für unsere Gäste“, sagt Wu, die bei modernen Ideen „schon immer für alles offen war“. Dennoch legt sie Wert darauf, dass es sich bei dem Roboter lediglich um „eine kleine Hilfe“ handelt und er „keinen vollwertigen Personalersatz“ darstellen soll. Wer sich so eine Servicekraft für zu Hause anschaffen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen: Der Preis des Roboters liegt bei mehr als 8000 Euro.

Kofookoo, Gerhart-Hauptmann-Platz 48a, 20095 Hamburg, Mo–Sa 10 bis 23 Uhr, So 12 bis 23 Uhr