"Twittergewitter"

Playmobil-Spielszene sorgt für Feuerwehreinsatz

Die Feuerwehr in Hamburg bei einem Einsatz.

Die Feuerwehr in Hamburg bei einem Einsatz.

Foto: dpa

Bundesweite Aktion am Montag: Auch die Hamburger Feuerwehr berichtet via Twitter über Einsätze – und über kuriose Anrufe.

Hamburg. Bundesweit informieren Feuerwehren am heutigen Montag über ihre Einsätze bei Twitter. 41 Berufsfeuerwehren beteiligen sich an der Aktion „Twittergewitter“, darunter die Einsatzkräfte in Hamburg.

Neben dem Einsatzgeschehen gibt das Social-Media-Team der Berufsfeuerwehr am Montag auch Einblicke in den Arbeitsalltag und schilderte kuriose Begebenheiten. So hatte eine besorgte Nachbarin am Sonntag den Notruf gewählt, weil sie Hilfeschreie von Kindern gehört hatte. Ein Löschzug fuhr zur Adresse im Stadtteil Hamm. Dort stellten die Feuerwehrleute fest, dass die Kleinen nur mit Playmobil-Feuerwehrfiguren gespielt hatten. „Verkehrte Welt“, twitterte die Feuerwehr mit einem Bild eines Spielzeug-Kollegen beim Löscheinsatz.

„Der Notruf 112 ist die überlebenswichtige Telefonnummer, die jeder kennen muss“, sagte Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger. Er sei kostenfrei und europaweit gültig. Die Hamburger Feuerwehr twittert bereits seit Mai 2015 und hat mehr als 45.000 Follower.

Zwölf Stunden lang will auch Deutschlands größte Berufsfeuerwehr in Berlin nach eigenen Angaben auf diesem Wege öffentlich machen, was gerade passiert und mit welchen Problemen sie konfrontiert ist. Weitere Teilnehmer sind etwa München, Düsseldorf, Bremen und Frankfurt am Main.

Anliegen ist auch, auf Berufe bei der Feuerwehr aufmerksam zu machen. Anlass ist der Europäische Tag des Notrufs am 11.2. - passend zur Notrufnummer 112. Unter dieser Nummer werden seit 2008 Notrufdienste europaweit erreicht.

300.000 Einsätze im Jahr

Pro Jahr ist die Feuerwehr in Hamburg zu etwa 300.000 Einsätzen unterwegs, in der technischen Hilfeleistung, der Rettung und bei Bränden. Etwa doppelt so viele Anrufe gehen bei der Telefonnummer 112 ein, sagte ein Sprecher.

Twitter-Aktionen von Einsatzkräften in Deutschland gab es schon öfter. Zum ersten Mal werden nun aber Feuerwehren parallel Tweets absetzen.

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