Zwischenruf

„Oohh!“ – wie ist es doch schön

Der Autor ist Redakteur in der Lokalredaktion beim Abendblatt

Der Autor ist Redakteur in der Lokalredaktion beim Abendblatt

Foto: HA

Ach wie süß ist die Sprache der Babys! Da entstehen wohlige Laute wie von Engelszungen, die zwischen „oohh“ und „aahh“ changieren und höchster Ausdruck der Daseinsfreude sind. Längst haben auch die Organisatoren von Massenveranstaltungen die Sprache der Babys entdeckt. Nicht von ungefähr trägt die Hamburger Freizeit- und Reisemesse, die noch bis zum Sonntag stattfindet, den treffenden Titel „oohh“, übrigens mit Ausrufezeichen. Also: „oohh!“

Genial ist die Konstruktion der vier Buchstaben, die auf geradezu künstlerische Weise das Hamburger Autokennzeichen versteckt. Und gleichzeitig das kindlich-stauende „o“ mit zwei „hh“ sekundenlang verstärken kann. Leider hat sich die Verwendung menschlicher Urlaute für Werbezwecke im Tourismus und in der Gastronomie nicht allerorten durchgesetzt. Gewiss, Mamma Mia war ein guter Anfang. Ein Welterfolg immerhin.

Doch noch immer vermissen wir eine Hamburger Gastro-Messe mit dem Titel „Mmh“ oder „Mmhh“. Auch sind uns weder ein Restaurant noch ein Imbiss bekannt, die mit einem „iiii“ um die Gunst der Gaumen buhlen, wenigstens via Twitter. Für Menschen, die in Hamm wohnen, ist dieser Hamburger Stadtteil ohnehin eine kulinarische Offenbarung. Schon die Babys können dort mit „Hamm Hamm“ selbst die fadesten veganen Gerichte schmatzend mampfen. Und für uns alle ist die Stadt Ham-ham-Hamburg einfach nur: „Wau“, pardon: „Wow!“