Hamburg

Ver.di bereitet Streik am Airport Fuhlsbüttel vor

Schilder am Hamburger Flughafen weisen den Weg zur Sicherheitskontrolle (Symbolbild).

Schilder am Hamburger Flughafen weisen den Weg zur Sicherheitskontrolle (Symbolbild).

Foto: Imago/Waldmüller

Gewerkschaft fordert Erhöhung des Stundenlohns in der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf einheitlich rund 20 Euro.

Hamburg.  Am Hamburger Flughafen drohen in den nächsten Tagen Warnstreiks des Sicherheitspersonals. „Wir haben Hamburg mit in unsere Streikplanung aufgenommen“, sagte Peter Bremme von Ver.di Hamburg dem Abendblatt. Bremme ist einer der beiden Verhandlungsführer der Gewerkschaft in den Tarifgesprächen mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) für die bundesweit rund 23.000 Beschäftigten der Branche.

In Berlin hatte am Montagmorgen ein Warnstreik des Sicherheitspersonals von 5 Uhr bis 9 Uhr den Flugverkehr an den Flughäfen Tegel und Schönefeld weitgehend zum Erliegen gebracht. In Tegel hätten die Fluggesellschaften 42 Verbindungen gestrichen, erklärte ein Flughafen-Sprecher. Nur einige Langstreckenflüge seien abgewickelt worden.

Tausende Passagiere betroffen

In Schönefeld seien fünf Flüge abgesagt und 25 verschoben worden. Tausende Passagiere von Flügen der britischen ­EasyJet, der Lufthansa-Tochter Eurowings und von Ryanair waren betroffen. Doch die Fluggäste hätten sich auf die Störung im Vorhinein einstellen können; der Warnstreik war schon im Dezember angekündigt worden.

Ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns in der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf einheitlich rund 20 Euro. Ein Passagier-Abfertiger in Hamburg verdient heute 17 Euro brutto. Der BDLS hatte die Forderung als utopisch bezeichnet. In der niedrigsten Entgeltgruppe (Fracht-, Personal- und Warenkontrolle) entspreche dies einer Lohnerhöhung um 44 Prozent. Die Arbeitgeber hatten bis zu 6,4 Prozent Erhöhung angeboten. Der BDLS lehnt auch die Ver.di-Forderung ab, einen einheitlichen Lohn für die verschiedenen Sicherheitsjobs zu zahlen. Die Verhandlungen sollen am 23. Januar in Berlin fortgesetzt werden.